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EU-Steuer: Darf es etwas mehr sein, Pan Lewandowski?

Bislang finanzierte sich die Europäische Union vorrangig aus Beiträgen einiger weniger Mitglieder, während andere – Wie sagt man’s politisch korrekt? – die durch uns gern gewährten Hilfen in Anspruch nahmen.

Das soll sich nun künftig ändern. So möchte bitte ein Vertreter der etwas hilfebedürftigeren Staaten die Steuerlast innerhalb der EU ein bisschen optimieren. Künftig sollen nicht mehr Beiträge aus den nationalen Staatsfinanzen der EU zu Gute kommen, sondern der Bürger könnte in Form einer Europa-Steuer direkt über seinen Verbrauch von Finanzdienstleistungen und Lufttransportleistungen sowie über seine selbst verursachten CO2-Emissionen an den Kosten der Gemeinschaft beteiligt werden.

In Brüssel formuliert das der polnische Haushaltskommissar Janusz Lewandowski noch etwas wählerfreundlicher. Da viele Staaten sparen müssten, sollte über neue Einnahme-Quellen nachgedacht werden. Das klingt doch nett! Ist das nicht nett? Wir Steuerzahler werden entlastet und die Konzerne als Verursacher von Finanzkrise und Klimawandel werden endlich ebenfalls zur Kasse gebeten.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und auf den Gedanken käme, die Unternehmen könnten diese Kosten auf die Bürger abwälzen. Dass dabei die ein wenig liquideren EU-Bürger vielleicht etwas weiter fliegen und mehr Geld umschichten als ihre weniger flüssigen Mitmenschen, ist nur ein netter Nebeneffekt, dessen Berücksichtigung wir hier niemandem unterstellen wollen.

Also bleiben wir optimistisch. Unsere Vertreter in Brüssel wissen ganz sicher, was sie tun. Wenn sie die “Steuerhoheit” unbedingt nach Brüssel verlagern müssen, kann das nur in unser aller Interesse sein.



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