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Euro-Gipfel: Ergebnisse im Überblick

Die Ergebnisse des EU-Billionen-Gipfels als Schnellübersicht:

Schuldenschnitt für Griechenland

Politik und Banken haben sich auf einen “freiwilligen” Schuldenerlass von 50 Prozent geeinigt, teilt die Europäische Kommission mit. Athen soll bis zum Jahr 2020 seine Verschuldung von derzeit 160 auf 120 Prozent des Bruttoinlandspodukts (BIP) senken. Der Euro-Rettungsschirm EFSF beteiligt sich mit 30 Milliarden Euro.

Neues Hilfsprogramm für Griechenland

Das im Sommer beschlossene Programm ist durch die dramatische Verschlechterung der Wirtschaftlage veraltet. Athen soll daher bis zum Jahr 2014 weitere 100 Milliarden Euro erhalten. In diese Summe ist der Bailout für die griechischen Banken eingerechnet. Die Umsetzung der Sparmaßnahmen wird künftig dauerhaft kontrolliert.

Banken müssen Eigenkapital erhöhen

Europäische Banken sollen bis zum Sommer 2012 ihre Kernkapitalquote auf neun Prozent steigern, um beim griechischen Schuldenschnitt nicht gleich umzufallen. Vorgeschrieben war bislang eine Quote von vier Prozent. Die deutschen Kreditinstitute benötigen 5,2 Milliarden Euro an frischem Geld. Insgesamt brauchen Europas Banken rund 106 Milliarden Euro.

Euro-Rettungsschirm EFSF jetzt mit Hebel

Die verbleibenden 250 Milliarden Euro der Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) sollen durch einen Euro-Hebel auf eine Billion Euro aufgeblasen werden. Pro 100 Euro Kapitaleinsatz durch die EFSF erhofft sich die Politik private Beteiligungen von 400 Euro, um dann gemeinsam Schrott-Anleihen der Schuldenstaaten zu kaufen. Ob sich private und institutionelle Anleger künftig mit ihren möglichen Verlusten abfinden oder erneut die Steuerzahler einspringen, bleibt weiterhin offen.

Italien künftig mit Schuldenbremse

Italien will bis Mitte 2012 die Schuldenbremse in seine Verfassung aufnehmen. Der Staatshaushalt soll bis 2013 ausgegliechen werden. Bis 2014 ist eine Senkung des Schuldenstands – aktuell 1,9 Billionen Euro – von derzeit 120 Prozent des BIP auf 113 Prozent geplant. Das Renteneintrittsalter steigt bis zum Jahr 2026 von 65 auf 67 Jahre.



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