≡ Menu


Euro-Krise: Familienunternehmen fordern Machtwort des Bundestages

100 namhafte Familienunternehmen haben in einem Brandbrief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages die “Euro-Rettungsschirm-Politik” der Bundesregierung scharf kritisiert und fordern vom Parlament die Beendigung der “verantwortungslosen Schulden-Politik”.

In einer “Berliner Erklärung” vom 27. Juni 2011 kritisierten die Unternehmer im Rahmen der WELT-Währungskonferenz den Wortbruch der Politik bei der Bewältigung der Schuldenkrise Europas.

Infolge dessen habe die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Unabhängigkeit aufgegeben, als sie griechische Staatsanleihen aufkaufte und zur weltweit größten Bad Bank wurde. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt gelte nur noch in einigen wenigen Ländern. Auch die im Vertrag von Lissabon festgelegte “Bail-out-Klausel”, nach der kein Land für die Schulden eines anderen einstehen dürfe, würde missachtet.

Dadurch entwickelte sich aus Europa eine Transferunion, deren Hauptlast nun Deutschland trägt. So sollen mit dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm (ESM) die deutschen Garantien auf 190 Milliarden Euro ansteigen. Diese Summe in Höhe eines Drittels aller deutschen Steuereinnahmen müssten die Steuerzahler bei einer Staatspleite bezahlen.

Zudem belaste Sparen die Konjunktur und treffe die schwächsten Bevölkerungsschichten, was zu sozialen Spannungen, wie in Griechenland, führe.

Die Unternehmen fordern daher von den nationalen Parlamenten eine neue Grundlage für die Währungsunion, die auch Austritt und Ausschluss ermögliche.



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner