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G8/20 – Wachstum durch … hä?

Die Temperatur in Toronto erreichte gestern 23,5 °C. Das ist der einzig denkwürdige Fakt des G8/20-Gipfels. So denkwürdig, dass er sogar einen Platz in Europas auflagenstärkster Tageszeitung BILD eroberte. Denn was die Regierungschefs der führenden Industrienationen sonst noch so an Ergebnissen erzielten, ist derzeit nicht bekannt, ausser vielleicht die rekordverdächtig hohen Kosten ihres Wochenendausfluges in Höhe von 800 Millionen Euro.

Ach, und dann war da noch so eine Vereinbarung. Man wolle künftiges Wirtschaftswachstum durch Schuldenabbau finanzieren. Nun, mit Sparen hätte man in Toronto gleich beginnen können, wenn man seine Haushaltsdefizite bis 2013 halbieren will. Ich für meinen Teil habe die Botschaft verstanden und rein vorsorglich schon mal alle Ausgaben auf das Nötigste gesenkt. Mal sehen, ob mit meinem Sparbuch nun auch die Wirtschaft stärker wächst.

Dass Staaten ihrer Volkswirtschaft durch Subventionen und Fördermittel auf die Sprünge helfen können, ist nichts Neues. Die USA haben uns das Jahrzehnte lang vorzelebriert. Auch hierzulande waren Unternehmen sicherlich froh über das eine oder andere ökonomische Hebelchen aus der öffentlichen Hand. Ob aber das Wachstum einer Volkswirtschaft sich künftig indirekt proportional zur im Umlauf befindlichen Geldmenge verhält? Ich denke nicht, lasse mich aber gerne durch Star-Ökonomen – wie Obama oder Merkel – eines Besseren belehren.

Foto: Steve Harris / CC



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