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Grafik EFSF-Hebel: So will die EU künftig zocken

EFSF-Hebel: Staatsanleihe, EFSF-Anleihe, Darlehen und Zweckgesellschaft – diese Infografik zeigt, wie kompliziert der Euro-Hebel wird.

Das Schaubild erinnert an die Giftpapiere aus den Alchemisten-Küchen der Investmentbanken.

Laut einer “inoffiziellen deutschen Arbeitsübersetzung” zu Mechanismen des EFSF-Hebels, die Wirtschaftsthemen.net vorliegt, soll bei Variante 1 ein EU-Mitgliedstaat eigene Staatsanleihen an Investoren verkaufen, um sich Geld für seinen Staatshaushalt zu beschaffen. Damit die Anleihe-Zinsen niedrig bleiben, gibt der Euro-Rettungsschirm EFSF den Investoren eine Teil-Ausfallschutz-Garantie (Teilkasko).

Als Sicherheit für die Teilkasko verkauft der Rettungsschirm eigene EFSF-Anleihen an den EU-Mitgliedstaat. Der Anleihe-Kaufpreis wird über ein EFSF-Darlehen finanziert, fließt jedoch vom Staat an die EFSF zurück.

Die EFSF-Anleihe verbleibt aber nicht beim EU-Staat. Sie wird in einer Zweckgesellschaft – einem Special Purpose Vehicle (SPV) – verwahrt. Das SPV stellt die EFSF-Anleihe als Sicherheit für die Teilkasko.

Die EFSF erhält mit “AAA” die beste Bonitätsnote. Dieses Rating gibt sie an Anleihen und letztlich an die Teilkasko weiter. Somit wäre der derzeit geplante Ausfallschutz in Höhe von 20 Prozent garantiert, was die Zinsen der Staatsanleihe zusätzlich verringern soll

Bei dieser Variante 1 würde die EFSF kein Geld bewegen und auch ihre eigene Liquidität nicht belasten. Im Falle einer Pleite des EU-Mitgliedstaats wird die Teilkasko fällig.

Ziel dieses Konstruktes sind private und institutionelle Anleger. Ob die bereit sind, sich zu 80 Prozent an einem Totalverlust zu beteiligen, wird sich zeigen.



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