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Griechenland-Rettung: Mit nur vier Maßnahmen kann die Kuh vom Eis

Europas Spardiktate verschaffen nur den Gierbanken Zeit, ihre Verluste aus griechischen Staatsanleihen auf die Steuerzahler abzuwälzen. Professionelle Hilfe bei einer Staatssanierung sieht anders aus!

Schuldzuweisungen helfen nicht. Auch kein juristisches Geplänkel um dieses beliebte “Wer Geld borgt, muss es auch zurückzahlen.” Denn Griechenland ist faktisch Pleite und wird nur noch mit Steuergeldern am Leben gehalten. Aber ein Ende ist nicht in Sicht. Weder Athen noch Brüssel oder Berlin haben ein Konzept. Bislang hatten wir Steuerzahler nur den privaten Banken genug Zeit verschafft, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Wie lange soll das noch so weitergehen?

Um die Kuh aber sauber vom Eis zu kriegen, gehört ein wirtschaftliches Konzept auf den Tisch. Eine echter Rettungsplan kann nur aus einem Paket von Maßnahmen bestehen. Dazu braucht es die Entschuldung des Staatshaushalts, Reformen des öffentlichen Finanzsektors und Hilfspakete für die griechische Wirtschaft. In Entwicklung und Umsetzung sollte am besten eine führende Unternehmensberatung, wie McKinsey, eingebunden sein.

Mit nur vier Maßnahmen könnte Griechenland wieder auf die Beine kommen:

1. Griechenlands Pleite bedeutet Totalverlust

Damit müssen sich auch Gläubiger, wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen, abfinden. Wenn sie wenigstens einen Teil ihres Geldes retten wollen, müssen sie sich bewegen und Kompromisse eingehen. Denn die Frage steht im Raum: Was passiert wenn EU-Geberländer, wie Deutschland, ebenfalls ausfallen? Soll der Chinese dann Europa retten?

2. Entschuldung des griechischen Staates

Das Problem Griechenlands sind einerseits die erdrückenden Zinszahlungen und andererseits die Zahlungen bei Fälligkeit seiner Staatsanleihen. Daher müssen die Zinsen gesenkt und die Rückzahlung der fälligen Papiere gestundet werden. Über einen Zeitrahmen “X” sollten zudem die Gläubiger auf Zins- und Tilgung ganz verzichten. Des Weiteren wäre ein Schuldenschnitt eine echte Alternative zum Totalverlust.

3. Reformen des öffentlichen Finanzsektors

Mit Sparmaßnahmen allein können Schulden nur schwer abgebaut werden. Die Einnahmen des Staates müssen steigen. Steuern sollten daher nicht nur erhöht, sondern auch eingetrieben werden. Zudem gehören diejenigen, die sich durch Korruption bereichert haben, jetzt auch an der Sanierung der öffentlichen Finanzen beteiligt. Unabhängige Experten aus Ländern mit einem funktionierenden Finanz- und Steuersystem sollten der den griechischen Kollegen beratend zur Seite stehen.

4. Marshall-Plan für die griechische Wirtschaft

Die westlichen Allierten haben nach Kriegsende weitestegehend auf Reparationen verzichtet und stattdessen durch billige Hilfskredite das deutsche Wirtschaftswunder ausgelöst. Die EU aber hat in Griechenland mit ihren Sparkdiktaten bisher nur verbrannte Erde hinterlassen. Die griechische Wirtschaft liegt am Boden. Die Arbeitslosenquote ist mit 16 Prozent fast doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt. Gut ausgebildetet Fachkräfte verlassen inzwischen das Land um ihr Glück im Ausland zu versuchen. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, könnte die EU Investitionen mit zweckgebunden und zinsgünstigen Krediten unterstützen. Das würde private Investoren anlocken. Nur eine funktionieren Wirtschaft gibt des Menschen wieder eine Perspektive und generiert Steuereinnahmen.

Nochmal: Wir Steuerzahler können Griechenland nur für eine begrenzte Zeit Luft verschaffen. Die Sanierung des Staates ist nicht unsere Aufgabe. Zur Rettung gehören die vier Punkte geregelt. Dafür braucht es Experten mit entsprechender Kompetenz. Finanzlobbyisten, wie Juncker, Sarkozy und Merkel, gehören nicht dazu.



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