≡ Menu


Griechisches Parlament unterwirft sich neuem EU-Spardiktat

Das griechische Parlament hat heute unter wütenden Protesten den neuen Sparplan über 80 Milliarden Euro beschlossen. Für die Achse Paris-Brüssel-Berlin ist das Sparpaket Voraussetzung für die nächste “Hilfstranche” in Höhe von 12 Milliarden Euro.

Es ist ein ungleicher Deal, dessen Billigung heute in Paris, Brüssel und Berlin Schenkelklopfen auslöste. Griechenland will mit Lohn- und Sozialkürzungen sowie dem Ausverkauf von Flughäfen, Eisenbahn und Energieversorgern rund 80 Milliarden Euro einsparen. Im Gegenzug erhält das hochverschuldete Mittelmeerland von der EU die nächste Tranche “Hilfsgelder” in Höhe von 12 Milliarden Euro, um Bankschulden zu bezahlen.

Wie Medien berichten, stimmten die Parlamentarier in Athen nach dreitägiger Debatte mit knappen 155 von 300 Stimmen für den Sparplan von Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Für Oppositionsführer Antonis Samaras bedeutet das Sparpaket den Todesstoß für die griechische Wirtschaft.

Debatte und Abstimmung um den Sparplan wurden durch einen 48-stündigen Generalstreik und wütenden Protesten begleitet. In Athen kam es zu Straßenschlachten mit der Polizei. Während der Abstimmung hatten Demonstranten versucht, das Parlamentsgebäude zu stürmen. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein. Die FTD meldet 300 Verletzte.



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner