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Mali – Warum Hollande nicht gewinnen kann

Seit über hundert Jahren kämpft die Kolonialmacht Frankreich gegen die Tuareg-Nomaden und verliert jeden Tag an Boden.

Wie kommt Sozialist François Hollande darauf, gerade er könne jetzt siegreich sein?

Im 11. Jahrhundert wurden die Tuareg-Nomaden, die sich in Mali “Imushagh” nennen, durch arabische Beduinen aus Fessan (Libyen) in die zentrale Sahara vertrieben.

Im 19. Jahrhundert kam es zum bewaffneten Wiederstand gegen die Kolonialmacht Frankreich. Erst 1917 schlossen beide Seiten einen Friedensvertrag.

In den 1960er Jahren wurde im Zuge des Endes der französischen Kolonialherrschaft das Siedlungsgebiet der Tuareg zwischen Mali, Niger und Algerien aufgeteilt.

Aufgrund Unterdrückung und Verfolgung der Nomaden durch Frankreichs Marionetten-Regierungen in Mali und Niger kam es dort immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Im Bürgerkrieg in Libyen kämpften Tuareg auf der Seite Gaddafis und auch wieder gegen die Unterdrückung durch Frankreich und seine NATO-Partner. Sie wurden mit Ende der Diktatur aus ihrer Heimat vertrieben und überschritten als nunmehr Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) von Niger aus die Grenze nach Mali. Anfang 2012 nutzte die MNLA den dortigen Militärputsch, um tief in das Land einzudringen.

Ein Volk im Freiheitskampf

Die Tuareg befinden sich seit jeher im Freiheitskampf um ihre Kultur und Lebensweise. Dass sie am 6. April 2012 ihren eigenen Staat “Azawad” ausriefen, ist nur die logische Konsequenz.

Frankreich und seine Terror-Diktaturen haben es seit mehr als einhundert Jahren nicht vermocht, die Nomaden ihrer Geschichte und Tradition zu berauben und in eine westliche Lebensweise zu zwingen.

Ob Hollandes Bombenterror gegen hilflose Frauen und Kinder die zentrale Sahara befrieden kann und Frankreich den Zugriff auf Bodenschätze im Azawad wie Gold, Uran, Öl, Gas und Phosphate sichert, darf daher zu Recht bezweifelt werden.



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