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Sarkozy-Rettung mit deutschen Steuer-Milliarden?

Schuldenkrise: Finanziert Kanzlerin Merkel tatsächlich Sarkozys Wahlkampf mit deutschen Euros?

Französische Bankenrettung aus dem Sog griechischer Pleite-Anleihen und Wahlkampf-Reisen für Sarkozy – “In Europa sei es ganz üblich, dass sich befreundetet Parteien unterstützten”, zitiert der Spiegel die Bundeskanzlerin, und “egal was er tut”, Merkel will ihren französischen Parteifreund vor einer Wahlniederlage retten, koste es vermutlich, was es wolle.

Mit ihrem neuesten Vorstoß, Griechenlands Einnahmen über ein Sonderkonto direkt an die Gläubiger umzuleiten, haben Merkel und Sarkozy endlich enthüllt, dass es bei der Rettung der Hellenen vorrangig um den Herauskauf von Gläubigern geht. Darunter französische Banken und Versicherungen wie BNP Paribas, Societe Generale, AXA, BPCE oder Credit Agricole.

Ein solcher Angriff auf Griechenlands Souveränität käme Sarkozy, der im Wahlkampf hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Holland zurückliegt, gerade recht. Denn eine Bankenpleite direkt vor dem Élysée-Palast kann der Spross einer ungarischen Gutsherrenfamilie jetzt nicht brauchen. Damit wäre die gesamte Europa-Politik des deutsch-französischen Duos gescheitert.

Griechenlands Einnahmen: Darunter sind auch durch deutsche Steuerzahler verbürgte Milliarden aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF, der dann ab Sommer vom aufgepumpten Monster-ESM abgelöst oder geschluckt werden soll. Darüber sind sich die Finanzakrobaten in Brüssel noch nicht einig.

Nach den letzten Rating-Abstufungen scheint aber klar zu sein, dass Frankreich seine Banken nicht mehr allein zu retten vermag. Glück für Sarkozy, dass auch Deutschland für die EU-Schulden gesamtschuldnerisch haftet. Im schlimmsten Fall, wenn nichts mehr geht, würden die deutschen Steuerzahler sowohl für Griechenlands Sanierung als auch für die Rettung französischer Banken zahlen.

Warum Sarkozys Wahlsieg diesen hohen Einsatz wert sein soll, muss uns die Bundeskanzlerin noch erklären.



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