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Besetzt die Wall Street: Weltweiter Protest gegen Banken und Korruption

Occupy Wall Street: Seit den Morgenstunden rollt die Protest-Welle um den Globus. Die Demonstranten fordern Rückkehr zur Demokratie und Entmachtung von Banken und korrupten Politikern.

“Wir sind 99 Prozent!”, mit diesem Slogan wendeten sich heute vorwiegend junge Menschen in über 950 Städten in 82 Ländern gegen schrankenlosen Kapitalismus und skrupellose Finanzmärkte.

Den Auftakt zu den globalen Anti-Wall-Street-Demos hatten die Bürger in Neuseeland und Australien gemacht. In Auckland, der größten Stadt Neuseelands, zogen tausende Teilnehmer zur Hauptkundgebung. Im australischen Syndey versammelten sich mehrere tausend Menschen vor der Notenbank. Die Proteste erreichten weiter Tokio und Manila. Demonstrationen werden auch in London, New York und Washington erwartet.

In Amsterdam (Video) bekundeten bei sonnigem Wetter ebenfalls mehrere tausend Demonstranten aller Altersgruppen friedlich ihre Empörung über die anhaltende Krise und die Zocker an der Wall Street.

In Deutschland nahmen Bürger an Kundgebungen in über 50 Städten teil. In Frankfurt zogen mehr als 6000 Menschen zur Europäischen Zentralbank (EZB). In Berlin versammelten sich über 8000 empörte Demonstranten vor dem Kanzleramt.

Dabei erhielten sie Unterstützung durch etablierte Organisationen, wie den Deutschen Gewerkschaftsbund. DGB-Chef Micheal Sommer warnte, dass die Proteste der Menschen ein Alarmsignal sei. Skrupellose Investmentbanken ohne Verantwortung für die Allgemeinheit und jenseits jeglicher demokratischer Legitimation heben unsere Gesellschaft aus den Angeln. Staats- und Regierungschefs weltweit müssten wieder die Menschen in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen und nicht die Interessen anonymer Finanzmärkte.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles forderte von den Regierungen den Mut, dem hemmunglosen Treiben der Finanzmärkte ein Ende zu setzen. Niemand verstehe, dass die Verursacher der Krise noch immer nichts zu ihrer Lösung beigetragen haben.

Der Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, sieht in den Protesten den “Beginn einer neuen Demokratiebewegung”. Gegen über Medien der “WAZ”-Gruppe forderte er erneut die Verstaatlichung der Banken. Die Proteste werden weiter zunehmen, wenn man die Finanzmärkte nicht in Ketten lege.



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