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Bundestagswahl: Bestes Timing in Schleswig-Holstein

Der Koalitionsbruch in Schleswig-Holstein kommt genau zur rechten Zeit. Union und FDP kämpfen um die Macht in Bundestag und Bundesrat. Der CDU scheint dabei jedes Mittel recht.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und SPD-Landeschef Ralf Stegner rivalisieren seit Jahren. Vor kurzem dann der grosse Krach: Dirk Jens Nonnenmacher – Chef der staatlich gestützten HSH Nordbank – soll eine Bonuszahlung in Höhe von 2,9 Millionen Euro erhalten, obwohl das Institut im vergangenem Jahr 2,7 Milliarden Verlust machte. Hintergrund: Nonnenmacher trat seinen Posten als Ersatz von Hans Berger an. Sein Vertrag wäre am 31. Juli ausgelaufen und die Abfindung hätte 2,9 Millionen Euro betragen. Da Nonnenmacher aber bleiben soll, wurde ein auf die kommenden Jahre gestaffelter Bonus in selbiger Höhe beschlossen. Der Bonus-Streit liess nun wohl das Glas überlaufen.

Wie dem auch sei. Nach dem Koalitionsbruch war sofort Berlin in Person von Westerwelle zur Stelle, der die SPD aufforderte den Weg für Neuwahlen frei zu machen, die dann am liebsten mit der Bundestagswahl am 27. September in einem Ritt stattfinden sollen. Sollte es dazu kommen, spielen zwei Faktoren für eine schwarz-gelbe Koalition im Norden: Aktuelle Umfragen sehen Union und FDP vorne und wenn der Wähler nun schon schwarz-gelbe Kreuzchen auf Bundesebene macht, dann wird er das wohl auf Landesebene auch tun. Damit wären Union und FDP wieder ein Stück der Mehrheiten in beiden Parlamenten näher.



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