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CDU-Wahlkampf um Nonnenmachers Millionen

Das ist ja wieder typisch Politik! Erst machen sie Verträge oder Gesetze, um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Dann bemerken sie den Unmut ihrer Wähler und versuchen nun mit blankem Populismus zurückzurudern oder eigenes Versagen noch schnell für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. So auch im konkreten Falle der HSH Nordbank:

Es geht dabei nicht um einen Bonus an HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher, wie Ex-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen (CDU), uns glauben machen will, sondern es geht um eine juristisch wasserdichte Abfindung in Höhe von drei Millionen Euro, fällig bei Vertragsablauf zum Monatsende. Ohne die wäre der Nordbank-Chef nämlich nicht Chef der Nordbank und um Nonnenmacher weiterhin zu halten, haben Politiker unter Carstensens Führung in Schleswig-Holstein mit Berliner Zustimmung, darunter auch die CDU, trotz Finanzkrise den Vorstandvertrag verlängert und die Abfindung auf kommende Jahre verteilt.

Nun, wenn es so im Vertrag steht, dann gilt es. An Nonnenmachers Stelle würde ich auf keinen Euro verzichten und schon gar nicht weil es die Union gerne hätte. Am Ende heisst es von CDU-Seite noch: Ja, wir haben mit unserer “klugen” Politik die schon verloren geglaubten schlimmen drei Millionen für die Steuerzahler gerettet.

Sollte Nonnenmacher sich Carstensen beugen, wäre die Konsequenz des Possenspiels in Schleswig-Holstein, dass Verträge mit der öffentlichen Hand künftig nicht mehr als das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben wurden. Und wenn Vorstände auf ihre Abfindungen verzichten, wird es der Arbeiter am Fliessband auch bald müssen!

Derweil steht Nonnenmacher zwischen Baum und Borke. Wie immer er sich auch entscheidet, es sieht ganz danach aus, dass er nur noch verlieren könnte. Entweder er steht vor Deutschland als gieriger Bank-Chef da oder er büsst sein Geld ein. Würde er jetzt aber seine Millionen zum Trotze der Union nehmen, um damit arme Kinder an Schleswig-Holsteins Schulen zu unterstützen, wäre das Volk hinter ihm, die Union vorgeführt und er hätte die Lacher auf seiner Seite.



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