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Faule Griechen-Hilfen: Sarkozy und Merkel beteiligen Gläubiger ein bisschen

Frankreichs Präsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind sich einig. Der faule Kompromiss: Private Gläubiger sollen bei der Rettung Griechenlands ein bisschen mithelfen, wenn sie möchten.

Nicolas Sarkozy hätte heute auch zu Hause bleiben können, denn eine freiwillige Beteiligung von Banken und Versicherungen an der Rettung Griechenlands ist nichts wert. Die hätte jedes Milchmädchen auf der Strasse zusagen können.

Dabei hatten sich die Kanzlerin und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) entschieden dafür ausgesprochen, die privaten Gläubiger mit ins Boot zu holen. Eine Position, die innerhalb der Union umstritten ist. Auch Sarkozy war zuvor absolut dagegen.

Frankreichs Präsident setzte sich laut Medienberichten heute jedoch in Berlin gegen eine schwache Bundeskanzlerin durch. Der faule Kompromiss sieht eine freiwillige Gläubigerbeteiligung an der Hellenen-Rettung vor, aber nur mit dem Segen der EZB.

Bereits Stunden zuvor hatte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker die Bundesregierung zur Eile gedrängt und sich ebenfalls für einen freiwillige Gläubigerbeteiligung ausgesprochen.

Das hoch verschuldete Mittelmeerland wird bereits mit 110 Milliarden Euro von der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gestützt. Den Hellenen droht die Staatspleite, wenn sich die EU-Partner nicht bald auf ein weiteres Hilfspaket einigen.



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