≡ Menu


Fukushima: Warum Deutschlands Atomkraftwerke auch nicht sicher sind

Kommentar zur Situation deutscher Atomkraftwerke im Vergleich zu Japan.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erkärte auf der Pressekonferenz vom 12. März 2011 im Vergleich zur Situation in Japan, dass unsere Atomkraftwerke sicherer seien, weil ihnen weder ein solch schweres Erdbeben noch ein Tsunami drohe.

Wie uns die nukleare Katastrophe von Fukushima (Video) lehrt, explodieren Kernreaktoren nicht wegen eines Erdbebens oder eines Tsunamis. Katastrophen mögen eine Verkettung von unglücklichen und nicht vorhergesehenen Umständen. Eine Schwachstelle ist ein möglicher Stromausfall und als dessen Folge das Versagen des Kühlsystems. In Tschernobyl wurde dieses Szenario durch einen Test herbeigeführt, in Fukushima durch eine Naturkatastrophe und immer überhitzte sich der Reaktor, geriet außer Kontrolle und verursachte eine Explosion mit der Verstrahlung von Mensch und Umwelt als Folge.

Man braucht also nur das Kühlsystem eines Reaktors lahmzulegen, um einen gefährlichen Betriebszustand herbeizuführen. Den Rest besorgt die Wärme, die durch Kernspaltung und den radioaktiven Zerfall der Spaltprodukte entsteht.

Und das sollen Mensch oder Natur in Deutschland in Zeiten des Klimawandels bei unseren an immer stärker befahrenen Flüssen liegenden Atomkraftwerken nicht auch hinkriegen?

Das Video zeigt den Rhein während eines Hochwassers im Januar 2011.



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner