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Geheim: Wasserstoff-Explosionen regelmäßig auch in Deutschlands AKWs

Merkel beteuert, unsere Atomkraftwerke seien sicher. Von Wasserstoff-Explosionen in diesen atomaren Massenvernichtungswaffen und der Verstrahlung hierzulande erzählt die Kanzlerin nichts.

reaktorblock 4 tschernobyl

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte am Samstag auf der Pressekonferenz zum Sendai-Erdbeben 2011, dass unsere Atomkraftwerke sicher seien, aber ihre Sicherheit vor dem Hintergrund der atomaren Katastrophe in Fukushima, Japan geprüft werden müsse. Man wolle aus den dortigen Ereignissen lernen. Zudem sind unsere Atommeiler nicht durch Erdbeben oder Tsunamis bedroht.

Was die Kanzlerin verschweigt, auch in Deutschlands Atomkraftwerken kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Wasserstoff-Explosionen in Verbindung mit Verstrahlung von Mensch und Umwelt, wie die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW dokumentiert.

So schrammte Deutschland am 14. Dezember 2001 knapp an einer nuklearen Katastrophe vorbei als im Kernkraftwerk Brunsbüttel eine Wasserstoff-Explosion eine Leitung des Reaktordeckel-Sprühsystems nahe dem Reaktorkern zerfetzte.

Ebenso am 06. Mai 1987 als aus dem AKW Gundremmingen Radioaktivität austrat, weil ein Ventil defekt war. Eine Wasserstoff-Explosion hatte es deformiert.

Am 17. September 1999 entwichen aus dem AKW Brunsbüttel sechs Tonnen radioaktiver Dampf, nachdem eine Detonation eine vier Zentimeter dicke Leitung zerrissen hatte.

Immer wieder beteuerten die AKW-Betreiber, dass nach jedem “Störfall” umfangreiche Verbesserungen an der Sicherheitstechnik vorgenommen wurden.

Wenn aber immer erst ein drohender Gau in einem AKW zum Nachdenken und Nachrüsten zwingt, was müsste dann passieren, um von einer einhundertprozentigen Sicherheit sprechen zu können, wie es Atomlobby und Kanzlerin derzeit tun?

Fakt ist, die Atomtechnologie verzeiht keine Fehler, niemals! Atomkraftwerke bleiben verheerende Zeitbomben, die jederzeit hochgehen können.

In einer internationalen Studie von 1997 stellte die OECD fest, dass es im Sicherheitsbehälter von Deutschlands Atomkraftwerk Biblis B bei einer Kernschmelze im Vergleich mit den anderen untersuchten Anlagen zu einer fast 20 Prozent höheren Wasserstoff-Konzentration kommen kann.

Foto: Reaktor-Block 4 von Tschernobyl / Carl Montgomery / CC



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