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Gesetzliche Krankenversicherung – Rösler begeht schweren Kunstfehler

KrankenkassenkarteÜber den Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann man sich ja noch unterhalten, wenn schon die höchstärztliche Spartherapie – verordnet durch Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) – in Höhe von 4 Milliarden Euro beim gesetzlichen Gesundheitswesen kaum anschlägt. Immerhin bleibt eine Finanzierungslücke von 7 Milliarden Euro in 2011. Vorausgesetzt, die Krise wäre wirklich vorbei, kann der Bürger vielleicht noch nachvollziehen, dass sein Aderlass wieder auf das Vorkrisenniveau von 15,5 Prozent angehoben wird. Schon nicht mehr nachvollziehbar ist jedoch die Deckelung des Arbeitgeberanteils bei 7,3 Prozent für alle Ewigkeit. So wollen die Arbeitgeber künftig zwar weiterhin von gesunden und leistungsfähigen Angestellten profitieren, stehlen sich aber aus ihrer Verantwortung für deren Wohlergehen.

Noch frecher geht’s beim Arbeitnehmeranteil zu. Der steigt zunächst auf 8,2 Prozent. Genügen den Krankenkassen die Einnahmen nicht, dürfen sie je nach Bedarf pauschale Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe erheben. Sobald der Zusatzbeitrag 2 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens eines GKV-Mitglieds überschreitet, zahlt der Steuerzahler die Differenz. Somit steigt der Arbeitnehmeranteil für Geringverdiener, Rentner und Mitglieder maroder Krankenkassen mal eben auf 10,2 Prozent. Da der Steuerzahler die Kosten darüber hinaus zu tragen hat, kann niemand abschätzen, wie hoch die Belastung für die Bürger letztendlich wirklich ausfällt. Schlimmer noch, aufgrund der Staatsverschuldung werden heutige und künftige Generationen fortan für jede durch die medizinische Industrie in den Markt gedrückte Neuerung haften, ob medizinisch notwendig oder nicht.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass Röslers Kunstfehler darin besteht, die Behandlung des Patienten Gesundheitssystem lediglich auf lebenserhaltende Maßnahmen zu beschränken. Eine wirksame Therapie wird durch Deutschlands Ärzte-Team Union und FDP bislang verweigert. So bleibt unser Gesundheitssystem wohl noch länger auf der Intensivstation und hoffentlich gehen nicht die Blutkonserven aus!

Foto: © Claudia Hautumm / PIXELIO



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