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GEZ 2013: Warum kommt die neue TV-Gebühr pro Haushalt?

Warum aus GEZ-Gebühr ab 2013 eine pauschale TV-Steuer pro Haushalt werden muss?

Apple-Computer und 6000 Euro teure Vitra-Sessel – die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ertrinken im Geld. Ab Januar 2013 wird die Finanzierung unserer Luxus-Sender auf kommunistische Füße gestellt.

NDR-Intendand Lutz Marmor erklärte heute in der Tagesschau zynisch, warum künftig jeder Bürger egal ob mit oder ohne Fernseher, ob fast blind oder taub die neue einheitliche TV-Gebühr bezahlen muss:

“Es ist schon so, dass die meisten Menschen in Deutschland Radio und Fernsehen nutzen. Da sind die Erkenntnisse des Statistischen Bundesamtes doch sehr sehr eindeutig. Aber selbst diejenigen, die wenigen, die es nicht nutzen, die werden aufgefordert einen Solidarbeitrag zu leisten. Das ist wie bei Schulen, bei Kindergärten oder auch bei Universitäten. Das müssen auch die finanzieren, die es nicht selbst nutzen.”

Medienkrise und Marktwirtschaft enden an den Studiotüren unserer staatlichen Luxus-Sender mit einem Solidarbeitrag, beschlossen durch die 16 Innenminister der Bundesländer. Darauf können die Kollegen von Financial Times Deutschland, Frankfurter Rundschau oder Nürnberger Abendzeitung mit ihren Familien aber wahrhaft stolz sein.

“Einfach und transparent soll der Rundfunkbeitrag sein”, erklärte zudem NDR-Redakteurin Sandra Ratzow. Wohin aber die millionenschweren Nebeneinkünfte der Sender aus ihren verkauften DVDs und Blue-Rays wandern, bleibt weiterhin geheim. Ebenso ist noch immer unklar, warum der Betrieb der öffentlich-rechtlichen Webseiten von ARD und ZDF ebenso viele Kosten verursachen soll, wie deren 24-stündiges TV-Programm mit weltweitem Korrespondenten-Netz, wo das doch bereits Zweitverwertung ist.

Radiogebühr steigt um mehr 300 Prozent!

Dass Radiohörer statt der bisherigen 5,76 Euro künftig mit der einheitlichen Pauschale von 17,98 Euro mehr als das dreifache bezahlen müssen, ist ein weiteres Unrecht wie auch der noch immer nicht flächendeckende Empfang aller Staatssender.

Wenn wir Bürger nunmehr die öffentlich-rechtlichen Programme und ihre Webseiten zwangsfinanzieren dürfen, gehören deren Videos und Texte inklusive aller Verwertungsrechte jetzt endlich uns?


Dieser Artikel ist Teil 47 von 58 der Serie Medienkritik



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