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Hartz-IV-Satz: Wieviel Lotto ist drin?

Das Landgericht Köln hat Hartz-IV-Empfängern untersagt, an Sportwetten teilzunehmen. Im Regelsatz sei Glücksspiel nicht drin. Der Regelsatz beinhaltet aber rund 41 Euro für Freizeit, Unterhaltung und Kultur. Ein Los kostet ab 75 Cent.

Das Landgericht Köln hat dem Lotto-Anbieter Westlotto verboten, Lose an ALG-II-Empfänger zu verkaufen. Hintergrund ist der staatliche Glücksspiel-Vertrag aus dem Jahre 2008, wonach der Staat spielsüchtige Personen schützen will. Diese Gesetzeslage hat sich jetzt ein privater Anbieter mit Sitz auf Malta zunutze gemacht. Das Gericht geht bislang davon aus, dass Hartz-IV-Empfänger ebenfalls zu schützen sind, weil im Regelsatz kein Geld für Glücksspiel enthalten sei.

Die Position in Höhe von rund 41 Euro für “Freizeit, Unterhaltung und Kultur” hat das Gericht wohl übersehen und auch die 6,52 Euro für den Besuch von “Sport- und Kulturveranstaltungen”. Dass dabei auch mal 75 Cent für ein Los abfallen können, sollte keinen finanziellen Ruin bedeuten.



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