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Hartz IV: So geht der Deutsche mit seinen Schwächsten um!

Gefeuert, ausgegrenzt und vergessen

Arbeitlosengeld II (ALG II aka Hartz IV) deckt oft nicht einmal die Grundbedürfnisse, wie Wohnung, Kleidung und Nahrung. Sechs Prozent der ALG-II-Empänger haben keine warme Mahlzeit, fast 20 Prozent, also jeder fünfte, besitzt keine ausreichende Winterbekleidung. Knapp die Hälfte ist beim monatlichen Restaurantbesuch auf die Spenden von Freunden angewiesen und satte zwei Drittel kennt weder Kino noch Theater oder Konzerte. Ungeplante Ausgaben wären für die Hälfte der Betroffenen der Supergau. Von Urlaub, neuer Kleidung oder sparen (kleine Rücklage für alle Fälle) kann eh keine Rede sein.

Das fand in 2008 das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Befragung (pdf-Datei) von fast 20.000 Personen in knapp 13.000 Haushalten heraus. Demnach sind bei vielen Hartz-IV-Betroffenen die Prioritäten nur noch Essen und halbwegs trockenes Wohnen, wobei Computer, Internet und Fernsehen kaum auf der Wunschliste zu finden sind.

Interessant dabei ist, dass sich Arbeitslose mit höherer Bildung wohl auch einen höheren Lebensstandard leisten können. Dennoch scheint es eine Illusion, dass Hartz-IV den Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt erleichtert, wie ursprünglich geplant.



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