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Nach Todes-Schuss: Frankfurt schließt Jobcenter

Das Frankfurter Jobcenter, in dem im Mai eine Kundin wegen 50 Euro durch eine Polizei-Kugel starb, wird geschlossen – aus Sicherheitsgründen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Nach dem tödlichen Schuss durch eine Polizistin auf eine randalierende Frau im Mai dieses Jahres löst die Stadt Frankfurt die Außenstelle für Obdachlose des Frankfurter Jobcenters auf. Die Fälle würden auf die fünf anderen Filialen verteilt.

“Die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern steht für uns an oberster Stelle”,

erklärte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU).

Ob damit die Probleme der Betroffenen gelöst werden, wird von der Frankfurter Linken allerdings bezweifelt. Wie hr-online unter Berufung auf die Fraktionsvorsitzenden Dominike Pauli berichtet, haben die bislang in dem betroffenen Jobcenter betreuten Menschen spezifische Probleme und bedürfen besonderer Unterstützung.

In dem Unglücks-Jobcenter kam es am 19. Mai zum Streit zwischen einer 39-jährigen Hartz-IV-Empfängerin und den Sozialbeamten über eine Bar-Auszahlung von 50 Euro. Statt zu deeskalieren riefen die Jobcenter-Beamten ihre Polizei-Kollegen. Durch die Anwesenheit der Streife geriet die Frau offenbar in Panik. Sie zog ein Messer und verletzte einen Polizei-Beamten schwer. Seine Kollegin schoss daraufhin mit ihrer Dienstwaffe auf die Hartz-IV-Empfängerin und verletzte sie tödlich.

Ob die Situation durch Sozialbeamte, Sicherheitsdienst und Polizei-Streife wirklich nicht zu kontrollieren und der Todes-Schuss somit unvermeidlich war, bleibt weiterhin offen.



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