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Neun von zehn Deutschen lehnen Kapitalismus ab

90 Prozent aller Deutschen würden ihren Wohlstand gegen eine sozialere Wirtschaftsordnung mit mehr Umweltschutz tauschen

Drei Viertel aller Deutschen glauben nicht an die Selbstheilungskräfte des Marktes. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des TNS Emnid im Auftrag der deutschen Bertelsmann Stiftung.

Ebenso fordern 90 Prozent der Befragten eine neue Wirtschaftsordnung. Wichtig ist den Menschen dabei der Umweltschutz und sozialer Ausgleich.

Des Weiteren würden drei Viertel ein geringeres Wirtschaftswachstum akzeptieren, wenn dadurch die Umwelt auch unseren Kindern erhalten bliebe und der Staat seine Schulden abbauen könnte.

93 Prozent halten zwar Wirtschaftswachstum für wichtig, um den Lebensstandard zu halten. Aber 80 Prozent lehnen einen Wohlstand ab, der zu Lasten der Umwelt geht und durch hohe Staatsschulden finanziert ist.

Nur ein Drittel der Bevölkerung ist der Ansicht, dass Wirtschaftswachstum zu mehr Lebensqualität führt. Zwei Drittel dagegen zweifeln. Während unter den 14 bis 29-Jährigen rund 48 Prozent dem zustimmen, sind es unter den 59-Jährigen nur noch 27 Prozent.

Als Lebensqualität sehen 80 Prozent der Menschen ihre Gesundheit, 72 Prozent eine intakte Familie und Partnerschaft und zwei Drittel wollen ihr Leben selbst bestimmen. 58 Prozent ist friedliches Zusammenleben und soziales Engagement wichtig. Aber nur 12 Prozent machen Lebensqualität an “Geld und Besitz” fest.

Für die repräsentative Erhebung wurden im Juli dieses Jahres 1.001 Frauen und Männer in Deutschland befragt.



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