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Ökofonds: AKW-Betreiber drohen Regierung

Weil sie aufgrund massiver Zweifel an der Sicherheit acht Kernreaktoren vom Netz nehmen mussten, wollen die AKW-Konzerne nun ihre entsprechenden Zahlungen in den Ökofonds aussetzen. Dabei sind die Betreiber für ihre Atomkraftwerke und die Einhaltung der Sicherheitsstandards selbst verantwortlich.

Die AKW-Konzerne wollen laut einem Bericht der Sueddeutschen (SZ) ihre im Rahmen der Laufzeitverlängerung vereinbarten Zahlungen in den Ökofonds reduzieren. So sollen nur Gelder für Reaktoren fließen, die in Betrieb sind. Das setzt die Bundesregierung unter Druck und die Konzerne wissen das. Dem Topf entgehen so 27 Millionen Euro, heisst es. Bei einer Stilllegung für immer, gingen der atomaren Öko-Förderung noch höhere Summen verloren.

Die Sprecher von Vattenfall und E.ON bestätigten der SZ, dass derzeit Vertragsbedingungen und Zahlungen geprüft würden.

Die Bundesregierung hatte nach dem schweren Atom-Unfall in Japans Atomkraftwerk Fukushima I Daiichi die sieben ältesten Meiler Deutschlands vom Netz genommen. Innerhalb von drei Monaten soll nun die Sicherheit der Atomreaktoren geprüft werden. Aufgrund der über einhundert Störfälle pro Jahr in den AKWs hierzulande, haben Experten ernsthafte Bedenken, dass überhaupt ein Reaktor die Prüfung nach neuesten Sicherheitsregeln bestehen würde.

Die Einführung des neuen “Kerntechnischen Regelwerks” wird laut Opposition derzeit durch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und dem Leiter für Reaktorsicherheit Ex-Eon-Manager Gerald Hennenhöfer blockiert.



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