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Plagiats-Affäre: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Frau “Doktor” Koch-Mehrin

Erneuter FDP-Skandal: Nach Internet und Uni Heidelberg ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft gegen Frau “Doktor” Silvana Koch-Mehrin. Die Europapolitikerin soll bei ihrer Doktorarbeit ebenfalls geschummelt haben.

Mogeln die Wirtschaftsradikalen nun auch im Wettlauf um Doktortitel, wie Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU)?

Internet, Uni Heideberg und Staatsanwaltschaft prüfen jedenfalls Koch-Mehrins Doktorarbeit.

Nach einem anonymen Hinweis bei der Universität Heidelberg kam die Angelegenheit ins Rollen. Auch Koch-Mehrin soll bei ihrer Dissertation abgeschrieben haben. Jetzt prüfen Plagiatsjäger im Internet, die Staatsanwalt und die Uni.

Hat Koch-Mehrin bei ihrer Dissertation gemogelt?

In ihrer Doktorarbeit befasst sich die Politikerin mit dem Thema: “Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik: die Lateinische Münzunion 1865 – 1927” und soll dabei angeblich mehrere Textstellen vorschriftswidrig nicht als Fremdtexte gekennzeichnet haben, so der Vorwurf.

Dabei ist es nicht der erste Skandal um Frau “Doktorin”.

So hatte sich Koch-Mehrin, die immerhin seit dem Jahr 2004 im Europaparlament sitzt, in 2005 für den “Stern” mit nacktem Baby-Bauch ablichten lassen. Später zerrte die Karrierefrau gerne ihr unschuldiges Kind vor die Kameras zahlreicher Talkshows.

Im Jahr 2008 bezichtigte Koch-Mehrin mehrere Parlamentskollegen, sie hätten sich während der Straßburger Plenartagungen Prostitutierten hingegeben. Die Politikerin musste sich später für ihre Äußerungen entschuldigen.

Im Gegenzug werfen ihr viele Kollegen häufiges Schwänzen und mangelhafte Arbeitsmoral vor. Im Haushaltsausschuss soll sie in 80 Prozent der Sitzungen fehlen. Dies kostete ihr fast die Vizepräsidentschaft im EU-Parlament.

Von der FDP wird sie vermutlich nur noch wegen ihrer Erfolge bei den EU-Wahlen 2004 und 2009 gestützt.

Die Plagiatsaffäre könnte auch das Aus für Koch-Mehrins Politkarriere bedeuten.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte es der FDP-Präsiduimsmitglied ebenso ergehen, wie zu Guttenberg, zumal sie bei weitem nicht so beliebt ist, wie der CSU-Politiker. Die Wissenschaft duldet keine Schummelei.

Bislang gab es seitens der umstrittenen neoliberalen Politikerin keine Stellungnahme.



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