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Pro-Atom-Brandbrief: Dürfen Wirtschaftsbosse das?

gruene atomausstiegIn einem Brandbrief haben sich 40 Top-Manager, Politiker und Prominente gegen unsere Bundesregierung gestellt und fordern längere Laufzeiten für Atomkraftwerke sowie Verzicht auf neue Energiesteuern. Dürfen die das?

Ob Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Bahn-Chef Rüdiger Grube oder e.on-Chef Johannes Teyssen, sie alle sind geschäftlich an niedrigen Energiepreisen oder Gewinne durch längere Laufzeiten der Atomkraftwerke interessiert.

Was ungezügelter Lobbyismus aber für uns Bürger bedeuten kann, hatte in Zeiten der drohenden HRE-Pleite Josef Ackermann schon einmal gezeigt, als er der Kanzlerin unpopuläre Entscheidungen und Steuergelder abtrotzte, indem er den Teufel nur schwarz genug an die Wand malte.

Diesmal gehen die Herren in den Chef-Etagen noch einen Schritt weiter. Sie und ihre prominenten Fans spielen nicht nur mit unseren Steuergeldern sondern in einem dichtbesiedelten Land mit der Umwelt sowie dem Leben und der Gesundheit aller Bürger. Denn unsere Atomkraftwerke sind keinesfalls so sicher, wie die Atomlobby immer behauptet. Es sind technische Systeme, die wie alle anderen auch, mit ihren Jahren altern und verschleissen und deren Sicherheit sich gerade im Zeitalter des Terrorismus noch nie ernsthaft bewähren musste.

Das Unglück von Tschernobyl hatte uns gezeigt, wie sich ein Supergau auswirkt und dass sich niemand vor den Folgen einer nuklearen Katastrophe retten kann. Schlimmer noch! Im Gegensatz zum sowjetischen Pragmatismus, haben Nachforschungen von Medien gezeigt, dass es in Deutschland aktuell niemanden gibt, der Menschen in eine Strahlenhölle zu Aufräumarbeiten schicken würde. Das ist aber in einem Umfeld überlebenswichtig, in dem keine Elektronik also auch kein Roboter funktioniert.

Hinzu kommt, dass all die Unterzeichner, die sich da für Atomenergie aussprechen, nicht annähernd qualifiziert genug sind, um alle Konsequenzen abschätzen zu können. Aber vielleicht muss man geradezu unbekümmert sein, um solch einen Brief zu unterschreiben.

Foto: Tschernobyl-Jahrestag: Aktion gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg / GRÜNE Baden-Württemberg / CC



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