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Rücktritt: Guttenberg geht nicht ohne letzte Frechheit

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) tritt von allen politischen Ämtern zurück. Medien, Opposition und Bürger sind Schuld.

Karl-Theodor zu Guttenberg hat heute nach massivem Druck durch Wissenschaft und Öffentlichkeit die Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten im Rahmen seiner Dissertation den Ministerposten geräumt. Partei- und Koalitionsfreunde tun überrascht und hoffen auf baldige Rückkehr zu Guttenbergs in die Politik. Die “BILD” trauert um ihren “Superminister”. Opposition, Wissenschaft und Bevölkerung bewerten den Rücktritt als längst überfällig.

Zu Guttenberg geht, aber ohne nötigen Ernst. So erklärte der scheidende Verteidigungsminister heute in seiner Rücktrittsrede vor ausgewählten Medien:

“Wenn allerdings, wie in den letzten Wochen geschehen, die öffentliche und mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt, so findet eine dramatische Verschiebung der Aufmerksamkeit zulasten der mir Anvertrauten statt.”

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat inzwischen zu Guttenbergs Kritik an der Berichterstattung als “perfide” zurückgewiesen.



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