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Sinkende Zinsen hätten Neuverschuldung schon 1995 stoppen können

Sinkende Zinsen sind für Kreditkunden ein Geschenk des Marktes. Die Zinsersparnis drängt sich förmlich für zusätzliche Tilgung auf. Konsquent bei Anschlussfinanzierungen genutzt, muss sie zur schnelleren Entschuldung eines Unternehmens führen. Anders bei Deutschland:

Zinsentwicklung der 5-jährigen börsennotierten Bundeswertpapiere

Seit 1991 sind in Deutschland die Zinsen für zum Beispiel 5-jährige börsennotierte Bundeswertpapiere gesunken. Jedem Schuldner hätte seine Bank empfohlen, die stetig wachsende Zinsdifferenz als Tilgung aufzubringen, ohne dass seine Liquidität zusätzlich belastet würde.

Neuverschuldung und um Zinsersparnis korrigierte Neuverschuldung

Allein durch die Zinsersparnis hätte Deutschland zwischen 1998 und 2001 sowie ab 2006 einen Teil seiner Schulden zurückführen können.

Entwicklung der Verschuldung Deutschlands nach Tilgung durch Zinsersparnis

Bei konsequenter Umwandlung der Zinsersparnis in Tilgung, wäre das Wachstum der Verschuldung Deutschlands ab dem Jahre 1995 gestoppt und bei rund einer Billion Euro gedeckelt (rote Kurve) ohne den Haushalt zusätzlich zu belasten. Die blaue Kurve “Gesamtstaat Deutschland gemäss Maastrich-Vertrag” (Ist-Zustand) zeigt aber auch, dass sich ab 2006 Deutschlands Schulden-Wachstum signifikant verlangsamt hat. Die restriktive Finanzpolitik der schwarz-roten Koalition begann zu wirken und ganz ohne Schuldenbremse. Eine vernünftige disziplinierte Fiskal-Politik genügt schon, um die Verschuldung in den Griff zu bekommen. Es bedarf keiner Festschreibung im Grundgesetz.

Quellen:
Bundesbank
Deutsche Finanzagentur
Statistisches Bundesamt



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