≡ Menu


Subventionen – Wie der Staat unser Geld versenkt und die Wirtschaft versagt

Nachdem Schwarz-Gelb gestern das Sparpaket zur Sanierung des Bundeshaushaltes vorgestellt hatte, wurde von seinen Befürwortern sogleich getrommelt, die Sozialausgaben seien der grösste Posten im Bundesetat und schon deshalb müsse dort auch am meisten gekürzt werden. Das klingt auf dem ersten Blick logisch, aber schauen wir doch mal genauer, warum diese hohen Kosten überhaupt entstanden sind und damit meine ich nicht irgendwelche Rentenzuschüsse oder das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger.

Unterhaltungselektronik – Eine gesamte Branche erst subventioniert, dann komplett Japan überlassen
Junge Internetnutzer werden deutsche Firmen, wie AEG-Telefunken, Nixdorf, Agfa oder Grundig nicht mehr kennen. Diese Namen standen einst für “Made in Germany”, für technologischen Fortschritt, Qualität und deutsches Know-How. Sie waren weltweit bekannt für ihre Tonbandgeräte, Super-8-Kameras oder Plattenspieler. Dieses Segment wurde durch den Staat mit Milliarden Mark massiv gefördert, darunter auch deutsche Zweigwerke ausländischer Unternehmen, wie die Computerwoche im September 1982 berichtete. Dennoch überholte uns Japan.

Deutsche Autos – massiv gefördert, aber technologisch veraltet
In den 1950er entwickelte Toyota aus Sparnöten heraus die Just-in-Time-Poduction. International wurde man erst darauf aufmerksam, als die Japaner trotz der Ölkrise in den 1970er Jahren immer noch erfolgreich ihre Autos absetzten. Noch in den 1990er Jahren berichtete das Wirtschaftsmagazin Capital, dass Japans Autobauer ihre Produkte im Vergleich zu deutschen Herstellern in der Hälfte der Zeit zur Serienreife entwickeln. Heute wird weltweit an Konzepten für Elektro-Autos geforscht und fleissig entwickelt. Hybrid-Antriebe sind schon länger an der Tagesordnung, nur nicht in Deutschland. Die Autonation verschläft, aber kassiert.

Niedergang deutscher Solar-Firmen trotz Subventionen
Aktuelles Beispiel ist der Rückgang des weltweiten Marktanteils deutscher Solarindustrie von 18,5 Prozent in 2008 auf nur noch 12 Prozent in 2010. Da fragt man sich, pennen deutsche Firmen? Leider, und zwar gewaltig. Sie ruhen sich auf staatlichen Subventionen aus, statt neue Ideen zu entwickeln. Gemäss einem Bericht in der Wirtschaftswoche boomt der Markt für Solarenergie, nur nicht für deutsche Firmen. Sie werden gerade durch asiatische Wettbewerber überholt.

Die Liste könnte sicher noch ergänzt werden, angefangen bei der Steinkohleförderung bis hin zu Qimonda. Diese Entwicklungen zeigen drastisch, wo zum einen der Staat unser Geld versenkt und wo zum anderen unsere Arbeitsplätze geblieben sind. Deutschland, so scheint es, wird durch findige Unternehmer ausgesaugt und der kleine ehrliche Mann auf der Straße bezahlt die Zeche.



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner