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Volkspartei CDU?

Ertg_11082100cklWieviel Volk steckt in der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) wirklich?

Die CDU bezeichnet sich als Volkspartei. Wo Volk drauf steht, müsste auch Volk drin sein. Mal schauen, ob das stimmt:

Wir haben 82 Millionen Einwohner, davon sind aber nur 62 Millionen wahlberechtigt. Davon wiederum hat Bayern 12,4 Millionen Einwohner aber nur 9 Millionen Wahlberechtigte. 50 Prozent davon wählen bei einer Bundestagswahl mit einer Wahlbeteiligung von rund 65 Prozent die CSU. Sie könnte also mit 3 Millionen der möglichen Stimmen rechnen.

Gemäss der Emnid-Umfrage vom 22.07.2009 würden CDU/CSU bei einer Bundestagswahl 36 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten. Das wären 22,3 Millionen Stimmen. Wir müssen aber eine bundesweite Wahlbeteiligung unter 100 Prozent berücksichtigen und nehmen 80 Prozent an. Damit erhielte die Union 17,9 Millionen Stimmen. Wir ziehen die Stimmen der CSU ab und erhalten 14,9 Millionen Stimmen für die CDU.

Gemessen an der Zahl der wahlberechtigten Bürger würde die CDU lediglich 24 Prozent aller möglichen Stimmen erhalten, also nicht einmal ein Viertel.

Nun haben wir in Deutschland aber rund 69 Millionen Erwachsene, davon 7 Millionen Migranten, die nicht wählen dürfen, aber ihre Steuern zahlen, ihre Sorgen haben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Auf alle Erwachsenen hochgerechnet, würde die CDU auf nur noch 21,6 Prozent abrutschen. Jetzt wollen die Christdemokraten aber nicht Partei der Wahlberechtigten oder der Erwachsenen sondern Partei des Volkes sein und kämen per Definition auf lediglich 18,2 Prozent aller 82 Millionen Einwohner.

Die CDU vertritt also gemäss unseren Annahmen und den offiziellen Umfragen lediglich 18,2 Prozent oder noch nicht einmal jeden fünften Einwohner Deutschlands.

Sicher könnte eine solche Betrachtung auch auf alle anderen Parteien angewandt werden, wodurch letztlich das Verhältnis der Stimmen zwischen den Parteien die CDU wieder stärken würde. Es geht hier jedoch darum, wieviel Volk die CDU-Wähler wirklich abbilden. Gemäss Definition will eine Volkspartei allen Schichten offen stehen. Sie beschränkt sich nicht auf eine Minderheit, sondern möchte alle Bürger ansprechen, wie es der Begriff suggeriert. Daran ist zunächst nichts Verwerfliches. Wenn aber die CDU mit ihrer Politik nur 18,2 Prozent aller Einwohner erreicht und erreichen darf, ist sie dann trotz allen guten Willens eine Volkspartei?



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