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Ex-US-Verteidigungsminister McNamara: NATO-Ost-Erweiterung wird Nichtdemokraten in Russland stärken – Ukraine

Der ehemalige US-Verteidigungsminister und Präsident der Weltbank Robert S. McNamara ist nicht nur eng mit der Kuba-Krise sowie mit dem Eintritt oder vielmehr dem Hineinschlittern der USA in den Vietnamkrieg und später ihrem Ausharren verbunden.

Aufgrund seiner großen politischen Erfahrungen gehörte McNamara später auch zu den schärfsten Kritikern der NATO-Ost-Erweiterung und 1997 zu den 46 Unterzeichnern eines Protestbriefes an US-Präsident Clinton, der die NATO-Ost-Erweiterung als “politischen Irrtum von historischen Ausmaßen” geißelte.

Diese Zitate McNamaras machen deutlich, warum er die NATO-Erweiterung ablehnte:

Die NATO-Erweiterung ist schlecht für die NATO selbst:

“Sie wird zwangsläufig ihre Fähigkeit verringern ihre Mission auszuführen.”

Sie ist schlecht für Russland:

“Sie wird die nichtdemokratische Opposition stärken.”

Anmerkung:
Mit “nichtdemokratischer Opposition” meinte McNamara die Kräfte in Russland, welche eine Orientierung Russlands in Richtung Westeuropa ablehnen. So ist es ja jetzt auch gekommen.

Sie ist schlecht für Europa:

“Sie wird eine neue Linie der Spaltung zwischen “Mitgliedern” und “Nichtmitgliedern” zeichnen und Instabilität fördern.”

Schlecht für Amerika:

“Sie wird die US-Bindung zur Allianz infrage stellen.”

Die NATO hatte bereits 1997 auf dem Gipfel in Madrid unter anderem eine Partnerschaft mit der Ukraine vereinbart.

via The Moscow Times



{ 2 comments… add one }

  • Jan Rinnen September 15, 2014, 14:14

    Ich finde es gipfelt schon etwas darin, das Deutschland gegen Russland Sanktionen aussprechen möchte und die NATO sich sämmtliche Länder rund um Russland mit ins Boot geholt hat… welche in der NATO nichts zu suchen haben, sondern lediglich als Druckmittel des kalten Krieges verwendet werden. Kein wunder für mich das Russland dann Wert auf die Krim legt!

  • Schmiedebach Oktober 7, 2014, 17:01

    Das Statement bestätigt mehr oder weinger was alle wußten, was mit den Sanktionsrunden erreicht werden kann. Darüber hinaus schneidet sich Deutschland auch noch absichtlich damit ins eigene Fleisch. Das die Situation entschärft werden muß steht außer Frage, aber das die Sanktionspolitik dafür nicht das geeignete Mittel ist, sollte spätestens jetzt klar geworden sein.

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