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Ist eine Revolution gegen die Schreckensherrschaft des Neoliberalismus wirklich unmöglich?

Neoliberalismus-These trifft Realität:

Der Neoliberalismus stütze sich auf Verführung statt Repression, erklärt der südkoreanische Philosoph und Kulturwissenschaftler Byung-Chur Han in einem Gastbeitrag. Dadurch bleibe dieses Herrschaftssystem stabil, so seine Theorie. Zudem sei der Einzelne darauf scharf, bis zum Burn-out zu malochen. Denn wer zählt schon gern zu den Loosern? Ausgebrannte Menschen seien danach aber zur Revolution nicht mehr fähig.

Nun, ob Hartz-IV eine Verführung darstellt, müssen die Millionen Betroffenen für sich selbst entscheiden. Ich würde lieber stehend sterben, als auf den Knien buckeln!

Dass zudem immer mehr Menschen mehreren Jobs nachgehen und oftmals 16 Stunden am Tag oder länger arbeiten, um zu überleben, dürfte ebenso kaum verführerisch sein.

Auch konzentriert sich der Reichtum unserer Gesellschaft in immer weniger Hände. Durch diesen Kaufkraftverlust der Masse ist die Konjunktur in Europa nur noch ein gefährlicher Witz. Allein Staaten wie Deutschland halten sich noch durch ihre Exporte über Wasser, müssen aber bereits andere Länder stützen.

Wobei auch die deutsche Wirtschaft längst ihre Innovationen und die Produktion nach Asien ausgelagert hat, während die verbliebenen leeren Konzernhüllen zu Sticker-Klebern verkommen sind. Andere lassen sich hierzulande ihre Produkte von billigen Praktikanten und Leiharbeitern zusammenschustern. Ist das verführerisch?

Des Weiteren beweisen die niedrigen Zinsen in USA und Europa: Es wird nicht mehr investiert. Damit werden auch keine Innovationen getätigt und letztlich keine Arbeitsplätze geschaffen. In Deutschland stagniert die Arbeitslosenquote seit Jahren und schwankt offiziell um drei Millionen. Trotz Arbeitsmarktreformen! Das beweist, die Agenda 2010 diente lediglich der Vertuschung und Unterdrückung.

Hochverschuldete Staaten können ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Die Infrastruktur in der Bundesrepublik Deutschland ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Deshalb steht jetzt auch die PKW-Maut auf der Agenda.

Diese neoliberale Schreckensherrschaft soll verführerisch sein? Oder haben die Despoten vielmehr lediglich unsere Gesellschaft fein filetiert in Super-Reiche, Reiche, Besserverdienende, Lohnarbeiter, Prekär-Beschäftigte und entrechtete Arbeitslose, so dass die Filetstücke besser kontrollierbar und gegeneinander ausspielbar sind?

Nur Geduld! Die Proteste gegen die neoliberalen Machthaber, Kriegstreiber und Schwindler haben bereits begonnen.



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