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Leistungsschutzrecht: Abmahnung droht für Link auf Tageszeitung

Rechtsanwälte: Zeitungen verlangen 300 Euro pro Artikel-Link und Jahr von Frauenhilfsorganisation Women’s Aid.

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen und schon gar nicht die Presseverleger. Was aber Springer-Chef Mathias Döpfner und sein Außenminister Christoph Keese bisher mit alleinigem Fingerzeig auf Google vehement abstritten, scheint nun in Irland ernüchternde Realität zu werden. Wer auf Webseiten von irischen Presse-Erzeugnissen verlinkt, riskiert hohe Geldforderungen vermutlich auch dann, wenn er statt Anrisstext nur Überschrift oder Internetadresse (URL) übernommen hat.

Irische “Zeitungsschützer” drohen Hilfsorganisation Women’s Aid

Wie die Rechtsanwälte “McGarr Solicitors” auf ihrer Website dokumentieren, soll Irlands Schutzgemeinschaft für Inhalte von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen “Newspaper Licensing Ireland Limited” (NLI) von der Frauenhilfsorganisation “Women’s Aid” pro Artikel-Link jährlich 300 Euro verlangen. Gemäß “Preisliste” wären für Lizenzen von 6 bis 10 Links bereits 500 Euro im Jahres-Abo fällig und für 26 bis 50 Links 1 250 Euro. Mehr als 50 Verlinkungen auf Zeitungsartikel könnten als Paket abonniert werden, dessen Preis jedoch noch unklar ist.

Die NLI dementiert diese Vorwürfe auf ihrer Webseite und erklärt, Lizenz-Gebühren wären nur fällig, wenn Inhalte von Zeitungen als Text oder pdf-Datei angezeigt würden.


Dieser Artikel ist Teil 48 von 58 der Serie Medienkritik



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