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TTIP: Die schrägen SPD-Argumente für das US-Freihandelsabkommen mit der EU

Vernünftige Gründe für die Gleichschaltung von EU und USA gibt es nicht. Das wissen auch die Genossen in der SPD. Und so wird deren Pro-TTIP-Argumentation immer schräger:

Laut TTIP-Befürworter Karl Schick auf einer SPD-Veranstaltung in Biberach sollen sich in einer Internetumfrage 1,7 Millionen Menschen gegen das US-Freihandelsabkommen entschieden haben, aber nur 30 hätten die geheimen Dokumente gelesen, schreibt schwäbische.de.

Zynischer geht’s wohl kaum! Vielleicht hätten die Funktionäre in Brüssel für mehr Transparenz sorgen sollen? Denn welcher vernünftige Kaufmann unterschreibt schon einen ungelesenen Vertrag?

Weiter würden “lediglich in Deutschland, Österreich und Luxemburg” die Menschen das Freihandelsabkommen eher kritisch sehen, während in anderen europäischen Ländern TTIP positiv gesehen würde.

Auch frech! Denn in den am stärksten gefährdeten südlichen EU-Ländern wird TTIP durch Regierungen und Medien nicht thematisiert. Die Menschen dort wissen einfach nicht, was USA und EU im Geheimen verhandeln.

Auch gäbe es schon lange weltweite Bemühungen, den Freihandel zu intensivieren, weil freier Warenaustausch allgemeinen Wohlstand generieren würde.

Was herauskommt, wenn eine schwächere Volkswirtschaft mit einer der weltweit stärksten Wirtschaftsmächte gleichgeschaltet wird, haben wir bei der deutschen Einheit gesehen. Über Nacht dem kapitalistischen Wettbewerb schutzlos ausgesetzt, brach DDR-Wirtschaft zusammen, verloren Millionen Menschen ihre Jobs und ihre Existenz. Die neuen Bundesländer haben sich selbst nach mehr als einem Vierteljahrhundert noch nicht von dieser Katastrophe erholt.


Dieser Artikel ist Teil 7 von 13 der Serie TTIP - Freihandelsabkommen zwischen USA und Europäischer Union



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