Die deutsche Ingenieurskunst im Automobilbau erzielte in den letzten drei Jahrzehnten kaum Fortschritte. Der Benzinverbrauch von Mercedes, BMW oder VW hat sich nur wenig verringert, ja teilweise sogar erhöht.
Frontal21 hat’s getestet. Trotz Optimierung der Motoren verringern im “Autoland Deutschland” bessere Wirkungsgrade nicht den Kraftstoffverbrauch. Klimaanlage, Navigation, Sicherheit und höherer Komfort machen die Fahrzeuge schwer und fordern immer mehr Motorleistung. Ein Stillstand der nicht nur die Umwelt sondern auch die Geldbeutel der Autofahrer durch ständig steigende Anschaffungs- und Betriebskosten belastet.
Weil deutsche Automobilhersteller mit der “Umweltfreundlichkeit” ihrer neuen Modelle werben, hatte Frontal21 kürzlich mit gemeinsamen Stadtfahrten über 100 Kilometer den Benzinverbrauch von Neuwagen mit Oldtimern der Hersteller Mercedes, BMW und Volkswagen verglichen. Die Testergebnisse wurden in der Sendung vom 05. Oktober 2010 präsentiert und sind niederschmetternd.
So konnten Mercedes und BMW den Kraftstoffverbrauch ihrer neuesten und um ein Vielfaches teureren Modelle gegenüber 30 Jahre älteren nur marginal reduzieren. Der Verbrauch eines 35 Jahre alten Golf I aus dem Hause VW lag gegenüber seinem aktuellen Nachfolger auf 100 Kilometern mit über einem Liter sogar höher.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte es schmerzlich gezeigt. Deutsche Autohersteller entwickeln ihre Fahrzeuge am Kunden vorbei. Daran hat sich auch ein Jahr später nichts geändert. Die Öko-Konzepte der Automobilhersteller hierzulande, wie VWs BlueMotion, EfficientDynamics von BMW oder BlueEFFICIENCY aus dem Hause Mercedes, entpuppen sich im Praxistest als schlichte Täuschung.
Archiv-Foto: Golf I GTI / TehLonz / CC
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