Bundesbank

286116530_8a2c9df20d_bklMusste die Hypo-Real-Estate (HRE) gerettet werden, weil die Bundesbank Pfandbriefe für 2,3 Milliarden Euro bei der Pleite-Bank gekauft hatte?

Nur durch eine panikartige Rettungsaktion war die Pleite der HRE am 28. September 2008 unter anderem durch massiven Druck der Bundesbank auf unsere Regierung verhindert worden. Obwohl seit Februar 2008 die katastrophale Liquiditätssituation der maroden Bank bekannt war, gab es dazu keine Alternative, versicherte Bundesbank-Chef Axel Weber gegenüber dem HRE-Untersuchungsausschuss war. Gemäss FTD bleibt Weber bei seinen düsteren Weltuntergangsszenarien “Kernschmelze” und “Apokalypse” im Falle einer HRE-Pleite.

Auf die Frage, warum die Bundesbank noch im September 2008 mit 2,3 Milliarden Euro bei einer maroden Bank engagiert war, antwortete Weber, dass das Geld in sogenannten Jumbo-Pfandbriefen angelegt war.

Nochmal: Die Bundesbank hatte 2,3 Milliarden Euro ihrer Kunden in mündelsichere und lombardfähige Pfandbriefe angelegt und geriet in Panik, weil eine Bank wackelte, die gar nicht selbst dafür haftet, sondern lediglich die Gelder ihrer Kreditkunden an die Pfandbriefgläubiger durchleitet, was zudem durch das Pfandbriefgesetz und die strengen Regeln für derartige Pfandbriefe gedeckt ist.

Also entweder vertraut die Bundesbank tatsächlich nicht dem deutschen Pfandbrief, was unser Pfandbriefgesetz ad absurdum führt oder aber ihr Chef erzählt uns nicht ganz die Wahrheit.

Foto: stoneflower / Flickr / cc


Dieser Artikel ist Teil 26 von 37 der Serie Hypo Real Estate - HRE - pbb Deutsche Pfandbriefbank

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Juli 30, 2009
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Geheim-Protokoll: HRE-Rettung in letzter Sekunde

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