Dresden

Neue Details zum Jobcenter Dresden: Die Sozialbeamten schieben Bearbeitungsrückstände von mehreren Jahren vor sich her. Eine gefährliche Belastung für Sozialstaat und “Kunden”.

Mindestens drei Jahre sind die Jobcenter-Beamten in Dresden bereits mit ihren Abrechnungen für Aufstocker im Rückstand, wie Wirtschaftsthemen.net von betroffenen “Kunden” erfuhr. Das wahre Ausmaß des Bearbeitungsstaus ist unklar, denn eine transparente Kontrolle gibt es nicht.

Die sichere Schuldenfalle von Amts wegen

Aufstocker müssen ihre künftigen Einnahmen schätzen. Aufgrund dieser Schätzungen berechnet die ARGE ihre Leistungen. Liegen die tatsächlichen Einkünfte aber unter den Erwartungen oder haben die Sozialarbeiter gar die Gewinnerwartungen nach oben “korrigiert”, dann entstehen den betroffenen Leistungsempfängern über Jahre empfindliche Finanzierungslücken, die letztlich in die Schuldenfalle führen.

Aber auch eine erhebliche Belastung der Sozialkassen

Sobald über mehrere Jahre keine Abrechnungen zwischen geschätztem und tatsächlichem Einkommen erfolgen, bleiben erhebliche Beträge, die den Hartz-IV-Empfängern gar nicht zustehen, auf deren Konten liegen oder werden sogar ausgegeben.

Mit dramatischen Folgen: Die Steuerzahler werden zusätzlich belastet und Jobcenter-Beamte müssen in langwierigen Prozessen das Geld von ihren “Kunden” wieder zurückholen. Eine alarmierende und gefährliche Beanspruchung von Sozialkassen und Beamten-Kapazitäten, die aufgrund massiver Sparmaßnahmen durch “Sozialministerin” von der Leyen sogar ein deutschlandweites Problem sein könnte.

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