elektronischer Personalausweis

Elektronischer Personalausweis – So schützen Sie Ihre Daten!







by Frank Kerkau on Oktober 16, 2010

Ab 01. November 2010 kommt der von Sicherheitsexperten und Datenschützern heftig kritisierte elektronische Personalausweis (ePerso). Wirtschaftthemen erklärt, wie Sie sich schützen:

1. Leben ohne Personalausweis trotz Ausweispflicht?
Jeder muss sich in Deutschland auf Verlangen von Behörden oder Beamten ausweisen können. Nirgendwo aber steht, dass jeder einen Personalausweis besitzen soll. Auch der gültige Reisepass ist ein Personaldokument.

2. Alten Ausweis beantragen
Bis zum 31. Oktober 2010 kann noch ein Personalausweis in der bisherigen Form beantragt werden. Damit verlagert der Bürger die Sicherheitsprobleme um den ePerso aber nur um 10 Jahre in die Zukunft.

3. Chip deaktivieren
Wer seinen Ausweis nicht für Online-Transaktionen benötigt oder auf Nummer sicher gehen will, lässt den Chip des elektronischen Personalausweises noch vor Übergabe deaktivieren. Damit ist der “Neue” nur noch ein ganz normaler – wenn auch teurer – Personalausweis, denn der Preis von rund 29 Euro muss trotzdem bezahlt werden. Der Chip kann bei Bedarf später gegen eine Gebühr von sechs Euro aktiviert werden.

4. PC und Internetverbindung sichern
Der ePerso schützt weder PC noch Internetverbindung vor Viren oder Trojanern. Aktuelle Antivirensoftware und aktive Firewall sind Pflicht. Besonders Ängstliche nutzen für sensible Online-Aktivitäten exotische Betriebssysteme wie Linux und einen separaten PC. Ein Router mit Firewall und restriktiver Liste der zugelassenen Mac-Adressen ist ideal. Wlan-Verbindungen sollten trotz Verschlüsselung besser nicht für sensible Transaktionen wie Online-Banking benutzt werden.

5. Vertrauenswürdige Webseiten und deren URL
Die Bundesregierung plant, im Zusammenhang mit dem Einsatz des elektronischen Personalausweises Firmen und Institutionen zu zertifizieren. Der Ausweis sollte nur bei Partnern mit entsprechendem Zertifikat eingesetzt werden. Auch hier gilt, die Internetadresse besser mit der Hand eintippen, als sie per “copy&paste” aus einer dubiosen E-Mail zu kopieren.

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Oktober 16, 2010

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