Konjunktur

Studie: Ungleiche Einkommen schwächen Konsum und Konjunktur







by Frank Kerkau on Februar 23, 2011

Die zunehmende Einkommensschieflage wirkt sich negativ auf Konsumverhalten und Wirtschaft in Deutschland aus.

Wer viel verdient, gibt nicht unbedingt viel aus. Das aber schadet dem Konsum und damit unserer Wirtschaft, weil Einkommensschwächere diesen Verlust an Kaufkraft nicht ausgleichen können. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftforschung (DIW Berlin).

Demnach hat sich in den letzten Jahren die Einkommensstruktur in Deutschland zunehmend zu Gunsten von Unternehmern und Vermögenden verschoben. Diese Haushalte sparen vermehrt und geben vergleichsweise immer weniger Geld aus.

Seit Ende der 1990er Jahre bleiben zudem die Löhne hinter dem Wirtschaftswachstum zurück. Die Lohnbezieher können den Kaufkraftverlust, der durch das Sparverhalten der Reichen und Wohlhabenden entsteht, daher nicht mehr ausgleichen.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hatte den alarmierenden Trend nur temporär gestoppt. So verschob sich zwar während der Krise das Verhältnis kurzfristig zu Gunsten der Lohnbezieher. Mit Beginn des Aufschwungs legten jedoch die Einkommen von Unternehmern und Vermögenden wieder stärker zu als die Löhne.

Gemäss der Studie sparen ein Viertel aller Haushalte mit dem höchsten Einkommen über 20 Prozent ihrer Einkünfte, während 80 Prozent unter den niedrigsten Einkommen gar nichts zur Seite legen.

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