Wirtschaftskrise

Exportweltmeister Deutschland ist ein Scheinriese und war nie wettbewerbsfähig







by Frank Kerkau on Mai 8, 2014

Deutschland ist mit drei Millionen Arbeitslosen, 20 Prozent prekärer Beschäftigung, Massenarmut, DDR-verdächtig maroder Infrastruktur und existenzbedrohender Verschuldung nur ein Scheinriese, der auch in der Vergangenheit nie konkurrenzfähig war.

Das von den Mainstream-Medien viel gerühmte deutsche “Wirtschaftswunder” in den 1960er Jahren war allein das Resultat des European Recovery Program (ERP), im Volksmund auch “Marshallplan” genannt. Mit riesigen Unsummen verhalfen die USA dem von der Roten Armee besiegten und in der Mülltonne der Geschichte entsorgten Militaristen wieder auf die Beine und bliesen ihn zu einem künstlichen Popanz für den Kampf gegen die Sowjetunion auf.

Die ERP-Kredite liefen in den 1990er Jahren aus. Damit die aufgrund unsinniger Konsum-, Rüstungs- und Immobiliensubventionen inzwischen hochverschuldete “BRD” aber nicht sofort aus ihren Stiefeln kippte, nutze der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) den Mauerfall und holte mit seinem 10-Punkte-Programm die neuen Bundesländer Heim ins Reich. Dieser neue Absatzmarkt mit 17 Millionen ebenfalls auf Pump versorgten Ostdeutschen bescherte der westdeutschen Wirtschaft zwar eine sanfte Landung. Langfristig genützt hat es ihr jedoch nicht.

Angesichts der über fünf Millionen Arbeitslose und der leeren Staatskasse musste Bundeskanzler Gerhard Schöder (SPD) 2005 die von den Mainstream-Medien frenetisch als Wunderwaffe gefeierte Unrechtsagenda 2010 aufsetzen. Aber auch dieser Rohrkrepierer hat Deutschland nicht geholfen, nur der Statistik. Als Folge sank die offizielle Arbeitslosigkeit zwar von knapp fünf (2005) auf rund drei Millionen (2008).

Seit dem stagnieren die Arbeitslosenzahlen aber auf unverändert hohem Niveau. Die prekäre Beschäftigung explodierte. Heutzutage ist jeder fünfte Erwerbstätige unterbezahlt oder Aufstocker.

Zudem entwickelte sich eine neue Mafia am Arbeitsmarkt, die Personaldienstleister. Diese Selbstbereicherer sollten ursprünglich, so war es von Rot-Grün propagiert, als Brücke die Jobsuchenden in Lohn und Brot bringen. Weit gefehlt.

Personaldienstleister mutierten zu unkontrollierten Datenkraken, Job-Schiebern und Menschenhändlern. Auf der Jagd nach Personaldaten überschwemmen sie mit ihren Phantom-Ausschreibungen die Stellenmärkte und Jobbörsen. Sie klüngeln mit Unternehmen unterbezahlte Beschäftigungsverhältnisse aus, plündern die Steuerzahler um Vermittlungsprovisionen und betrügen mit ihren außer- oder sondertariflichen Dumpinglöhnen unsere Sozial- und Rentenkassen.

Die Deutschen haben einen riesigen Schuldenberg von 2,1 Billionen Euro angehäuft, einen Teil davon verprasst und den anderen privatisiert. Jetzt ist die Wirtschaft am rödeln, um überhaupt erst einmal die Neuverschuldung zu stoppen und die Zinsen zu erwirtschaften. Sieht so ein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell aus?

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