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“Die Akte Aluminium” – Ein Anti-Technologie-Film

In “Die Akte Aluminium” sucht der österreichische Journalist Bert Ehgartner nach Belegen für eine mutmaßliche Gesundheitsschädlichkeit des faszinierenden Leichtmetalls.

Der Filmemacher fährt für sein Argumentationsfeuerwerk gegen das vermeintliche “Teufelsmetall” Aluminium schwere Geschütze auf und schreckt dabei auch nicht vor bewährten Propagandatricks zurück.

So macht der im Stil einer Dokumentation gehaltene Streifen das bei Industrie und Verbrauchern beliebte Metall für Brustkrebs, Alzheimer und Allergien ebenso verantwortlich wie für Gesundheitsschäden und Opfer entlang der schwierigen Prozesskette seiner Gewinnung. Der Regisseur zeichnet so ein verzerrtes Bild, das den Konjunktiv als roten Faden verblassen lässt. Letztlich gipfelt das Werk in der These, flüssiges Aluminium hätte am 11. September 2001 die Twin Towers zum Einsturz gebracht.

Dabei hätte “Die Akte Aluminium” aufgrund der gelungenen Darstellung des komplexen und für Laien schwer verständlichen Gewinnungsprozesses sowie den Chancen, die dieses Leichtmetall und seine chemischen Verbindungen bieten, das Zeug zum Lehrfilm für technisch Interessierte haben können. So aber bleibt er leider weit hinter dem Journalismus zurück, den wir Beitragszahler für unser Geld erwarten dürfen und ist nur ein Spiegelbild unseres technikfeindlichen Zeitgeists.


Dieser Artikel ist Teil 54 von 58 der Serie Medienkritik



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