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Carl Zeiss und Max-Planck-Forscher entwickeln gemeinsam Hochtechnologie für größtes Weltraumteleskop

Oberkochen, 30.11.2005 – Die Carl Zeiss Optronics GmbH (Oberkochen) und das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg (MPIA) entwickeln gemeinsam das feinmechanisch-optische Herzstück für zwei Instrumente des neuen “James-Webb- Weltraumteleskops” (JWST). Im Auftrag der Weltraumbehörden ESA und NASA wird das JWST mit einem 6,5-Meter-Spiegel als Nachfolger des legendären Hubble-Weltraumteleskops in den kommenden acht Jahren Gestalt annehmen. Gestern wurden die Verträge zwischen Carl Zeiss und dem MPIA über die gemeinsame Arbeit an den Instrumenten MIRI und NIRSpec für das JWST unterzeichnet.

Das Weltraumteleskop “James Webb” wird das Hubble-Weltraumteleskop im nächsten Jahrzehnt als erfolgreichstes astronomisches Beobach- tungsinstrument ablösen. Das wichtigste wissenschaftliche Ziel dieser Mission ist die Entdeckung des “ersten Lichts” im frühen Universum, also der Entstehung der ersten Sterne aus dem langsam abkühlenden Feuerball des “Urknalls”.
Das JWST wird 1,5 Millionen Kilometer außerhalb der Erdbahn stationiert. Weil sich dort die Anziehung von Sonne und Erde addieren, läuft das JWST synchron mit der Erde um die Sonne, und es ist stets von der Sonne abgewandt. Hier kühlen sich das Teleskop und die Instrumente durch den Blick in den kalten Kosmos auf -230°C ab. Die extrem hohe Empfindlichkeit, kombiniert mit der hohen Auflösung des sehr großen Teleskops, wird auch zu ganz neuen Einsichten bei der Entstehung von Sternen und Planeten in unserem eigenen Milchstraßensystem führen.

Eine europäische Ariane5-Trägerrakete soll das JWST im Jahre 2013 an seinen Bestimmungsort auf der L2-Bahn bringen. Diese Vorhaben werden durch die Europäische Weltraum-Agentur ESA, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR und die Max-Planck-Gesellschaft gefördert.

Quelle: Carl Zeiss



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