≡ Menu


Venus Express’ Inbetriebnahme weiterhin erfolgreich

Nach ihrem höchst erfolgreichen Start und früher Orbit-Phase haben das Missions-Kontroll-Team vom European Space Operations Centre gemeinsam mit den Wissenschaftlern begonnen, die Instrumente an Bord von “Venus Express” zu überprüfen. Nach den Inflight-Checks der Flug- und Betriebssysteme werden nun die Funktionen der wissenschaftlichen Nutzlast kontrolliert. Die Aktivitäten, welche am 18. November begannen, konzentrierten sich zuerst auf drei Hauptinstrumente: dem Venus Express Magnetometer (MAG), dem Ultraviolet/Visible/Near-Infrared Mapping Spectrometer (VIRTIS) und der Venus Monitoring Camera (VMC).

MAG wird das magnetische Feld der Venus studieren, welches durch den Einfluss der Sonne auf die Venus-Atmosphäre entsteht. VIRTIS erforscht derweil die Zusammensetzung der unteren Schichten der Atmosphäre und VMC – eine Weitwinkel-Multispektral-Kamera – wird Bilder des Planeten in den Bereichen Infrarot, Ultraviolett und des sichtbaren Lichtes aufnehmen.

Inzwischen lieferte “Venus Express” mit der VMC erste Bilder des Erde-Mond-Systems. Diese Bilder, in verschiedenen Wellenlängen des infraroten, ultravioletten und des sichtbaren Lichtes aufgezeichnet, dienen zum Test und der Kalibrierung der Kamera vor Erreichen der Venus. Pro Umrundung wird die VMC Bilder des Planeten und seiner Oberfläche schiessen sowie die Wolkenbewegungen studieren. Die Kamera wird des Weiteren bei der Identifizierung von Phänomenen assistieren, die von anderen Beobachtungsgeräten entdeckt werden.

Als nächstes soll das Ultraviolet and Infrared Atmospheric Spectrometer (SPICAV) – ein Instrument zur Erforschung der Venus-Atmosphäre – aktiviert werden. Danach werden alle Geräte (MAG, VIRTIS, VMC, SPICAV) für ihre Kalibrierung ausgewählte Ziele simultan beobachten.

“Venus Express” war am 24. November 2005, 20.00 Uhr MEZ vier Millionen Kilometer von der Erde, 146 Millionen Kilometer von der Sonne und 72,5 Millionen Kilometer von der Venus entfernt. Ein Funksignal benötigt für eine Strecke dieser Entfernung zwischen Sonde und Erde schon 13 Sekunden.

Quelle:
ESA – Spacecraft operations Portal



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner