≡ Menu


Befristetete Jobs sind ineffektiv

Der Sächsische Rechnungshof argumentiert in seiner Kritik zum Personalbestand der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – AöR (Jahresbericht 2007, Seite 297) den Erhalt einer gewissen Flexibilität der Bank durch Einsatz von Leih- und Aushilfskräften sowie die Einstellung von Mitarbeitern mit befristeten Arbeitsverträgen. Ich verallgemeinere die Argumente, so dass sie auf jedes beliebige Unternehmen anwendbar sind:

Die Erhöhung der Flexibilität eines Unternehmens durch schnellen Abbau von befristet eingestellten oder geliehenen Arbeitskräften, um auf Marktschwächen zu reagieren, ist nur dann sinnvoll, wenn durch künftig zu erwartende Auftragsrückgänge ein massiver Personalabbau erfolgen müsste.

Durch die hohe Fluktuation bei solch flexibler Personalpolitik sinken Identifizierung der betroffenen Mitarbeiter mit dem Unternehmen sowie deren Motivation und damit Qualität und Quantität ihrer Leistungen.

Des Weiteren reduziert sich durch die Möglichkeit, befristet eingestelltes Personal schnell und unkompliziert wieder abzubauen, die Hemmschwelle mehr Personal einzustellen als notwendig.

Oben genannte Faktoren führen leicht zu einem Produktivitätsverlust der Mitarbeiter und letztendlich des gesamten Unternehmens. So steigt die Cost-Income-Ratio (CIR) und der Gewinn bricht weg. Der Effekt wird durch stagnierende oder gar sinkende Auftragslage verstärkt, wenn das Unternehmen seine personelle Flexibilität nicht konsequent nutzt.

Technorati-Tags: , ,



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner