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Börsengang: Bahn-Aktien zeichnen oder lieber nicht?

4 Hauptkritikpunkte warum für mich ich als Privatanleger die Bahn-Aktie kein Kauf ist:

Bund, Bahnvorstand und Institutionelle Investoren wollen Kasse machen
Ursprüngliches festhalten am geplanten Börsengang (Oktober 2008) trotz Krisenzeiten inklusive Bonuszahlungen zuzüglich 20 Prozent Gehaltssteigerung für Bahnvorstand – durch Regierung und Verkehrsminister Tiefensee abgenickt – beweisen: Es geht nicht um Kapitalbeschaffung für Investitionen, sondern vorrangig um abkassieren bei Kleinanlegern und Kunden. Institutionelle Anleger drängten auf einen schnellen Börsengang, da im schlechten Umfeld die Aktien billig zu haben sind. Der Gewinn liegt im Einkauf. Kleinaktionäre sollen übervorteilt werden. Dass nur 24,9 Prozent der Anteile der DBMobility Logistics AG an die Börse gebracht werden sollen, zeigt mir, das Geld der Anleger ist zwar willkommen, aber ihre Stimme nicht.

Die Unternehmensentwicklung ist derzeit ausgereizt
Bahn-Chef Mehdorn hat in der Vergangenheit die Marktposition sowie die Ertrags- und Kostenstrukturen dermassen optimiert und den Gewinn maximiert, dass ohne expansives und kostenintensives Wachstum eine Wertschöpfung für Aktionäre kaum mehr möglich ist (vgl. Geschäftsberichte).

Teure und riskante Geschäftspolitik
Die Bahn will auf Langstrecken mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen dem Flugzeug Konkurrenz machen. Das erfordert teure Investitionen in neue Hochgeschwindigkeitsstrecken und gefährdet immer wieder durch Zug-Unfälle (http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1213961238932&openMenu=1013016724415&calledPageId=0&listid=0) die Gesundheit der Bahn-Kunden. Die Wartungs- und Instandhaltungsintervalle für die ICE-Züge hatten sich zwischen 2003 und 2005 verdoppelt. Derzeit empfehlen die Hersteller Siemens und Bombardier eine Prüfung aller 200.000 bis 300.000 Kilometer. Doch seit den ersten ICEs über Eschede bis hin zur aktuellen Gegenwart zeigten sich immer Probleme bei Rädern und Achsen. Aktuell liegt der ICE-Verkehr fast komplett lahm. Störungen im Fahrplan sind die Folge. Für mich haben Bahn-Vorstand und Management ihr Unternehmen und ihre Risiken nicht im Griff. Nur auf äusseren Druck wurden die Wartungsintervalle wieder verkürzt.

Kleine Kundenorientierung ganz gross
Exorbitante kontinuierliche Preiserhöhungen unter Ausnutzung einer Quasi-Monopolstellung zwingen Kunden, alternative Transportmöglichkeiten (Flugzeug, Auto) zu nutzen. Diese Kunden sind nur sehr schwer zurückzugewinnen. Hinzu kommt mangelhafte Sensibilität des Bahnpersonals für Ausnahmesituationen.



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