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Das Eine Million Euro Mietkautionskonto der BHW

Empfehlungsgeber können mit einem genialen Geschäftsmodell vom “Mietkautionskonto BHW” profitieren. Der Marketingplan ist simpel aber wirkungsvoll. Die erste Ebene startet mit nur sieben Empfehlungen. Danach werden Freunde, Bekannte, Nachbarn und Kollegen bis zur siebenten Ebene tätig und mehren den Gewinn.

Einnahmen der ersten Ebene pro Empfehlung

  • Ebene 1: 25 Euro (eigene Empfehlungen)
  • aus Ebene 2: 10 Euro
  • aus Ebene 3: 5 Euro
  • aus Ebene 4: 4 Euro
  • aus Ebene 5: 3 Euro
  • aus Ebene 6: 2 Euro
  • aus Ebene 7: 1 Euro

Mit nur sieben Eigenempfehlungen und jeweils fünf Empfehlungen der Mitglieder unterer Ebenen kassiert die erste Ebene:

  • aus eigenen Empfehlungen: 175 Euro
  • aus Ebene 2: 350 Euro
  • aus Ebene 3: 875 Euro
  • aus Ebene 4: 3.500 Euro
  • aus Ebene 5: 13.125 Euro
  • aus Ebene 6: 43.750 Euro
  • aus Ebene 7: 109.375 Euro.

In Summe wären das nette 171.150 Euro. Ist die Welt nicht schön?

Wer garantiert aber, dass die Untergebenen nach ihren fünf Empfehlungen für das “Mietkautionskonto BHW” aufhören? Nehmen wir nur mal an, die geben auch alle sieben Empfehlungen. Also erhält die erste Ebene nun:

  • aus eigenen Empfehlungen: 175 Euro
  • aus Ebene 2: 490 Euro
  • aus Ebene 3: 1.715 Euro
  • aus Ebene 4: 9.604 Euro
  • aus Ebene 5: 50.421 Euro
  • aus Ebene 6: 235.298 Euro
  • aus Ebene 7: 823.543 Euro.

Sieht das nicht viel besser aus? In Summe erhält die erste Ebene fette und zufriedene 1.121.246 Euro. Die BHW hätte fast eine Million Kunden gewonnen oder genauer wären das 960.799 Neukunden.

Jetzt gibt es in Deutschland grob geschätzte 23 Millionen vermietete Wohnungen, die alle mit Mietkaution versorgt werden wollen. Da wir nicht gierig sind und auch nicht die ganze Arbeit alleine schaffen, soll uns ein Marktanteil von läppischen 10 Prozent genügen:

10 Prozent von 23 Millionen Wohnungen wären 2,3 Millionen Wohnungen, was “round about” 2,3 Millionen Mietkautionskonten entspricht. Wer die uns abnimmt, wissen wir. Die schaffen wir ganz klar zur BHW!

Mal mit nur acht Empfehlungen rechnen. Die erste Ebene würde:

  • aus eigenen Empfehlungen: 200 Euro
  • aus Ebene 2: 640 Euro
  • aus Ebene 3: 2.560 Euro
  • aus Ebene 4: 16.384 Euro
  • aus Ebene 5: 98.304 Euro
  • aus Ebene 6: 524.288 Euro
  • aus Ebene 7: 2.097.152 Euro.

oder in Summe 2.739.528 Euro erhalten. Die BHW hätte nun knapp 2,4 Millionen Neukunden gewonnen und wir einen Marktanteil von 10,4 Prozent. Das ist Vertrieb!

Jetzt könnten ganz Pfiffige natürlich sagen: Moment! Wenn ich die 2,4 Millionen Mietkautionskonten selbst vermittle und pro Empfehlung 25 Euro verdiene, dann wäre das ein Gewinn in Höhe von schlappen 60 Millionen Euro. Klar! Nur geht das Schneeballsystem wesentlich schneller und effektiver. Die Kunst ist doch nicht, alles selbst zu erledigen, sondern andere an seinem Erfolg teilhaben zu lassen und so seine Gewinne pro Zeiteinheit zu steigern. Pro Zeiteinheit? Erinnert irgendwie an: Leistung = Arbeit pro Zeit. Richtig!

Was lehrt uns das “Mietkautionskonto BHW” ausser den netten Einnahmen noch? Richtig! Die erste Ebene gewinnt immer und die unterste hat die Arbeit.

Btw., ich krieg für den Artikel nichts. Ich wollte nur mal wissen, was wirklich hinter den Unterstatement-Kalkulationen des Empfehlungsforums steckt und Sie wissen es jetzt auch.



{ 1 comment… add one }

  • Mieter März 12, 2010, 00:24

    *hehe* – die Rechnung und die Idee ist wirklich klasse. Das Problem ist nur die Faulheit der Mieter. Viele haben Ihre Miekaution schon seit Jahren auf dem gleichen 0,5% Sparkonto und denken nicht ans Wechseln. Natürlich geht ein Umschreiben, aber an ist ja bequem…

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