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Die weltweit innovativsten Unternehmen und keine Änderung in Sicht

Die innovativsten Unternehmen weltweit sind Apple, Google und Toyota Motor, das fand das Managementberatungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) in Zusammenarbeit mit dem Magazin “Business Week” in der Studie “Innovation 2008 – Is the Tide Turning?” heraus. Die in Forschung und Entwicklung (F & E) führenden deutschen Unternehmen sind demnach BMW (Platz 14), Audi (Platz 29), Daimler (Platz 31) und Siemens (Platz 38).

Interessant dabei ist, dass sich die Ranglisten im Vergleich der letzten Jahre kaum veränderten. So haben viele Unternehmen gegenüber den Spitzenreitern noch gewaltigen Nachholbedarf. Andererseits zahlt sich eine konsequente Innovationsstrategie langfristig aus.

Dennoch ist mehr als die Hälfte der Firmen (57 Prozent) mit den finanziellen Ergebnissen ihrer Innovationsaktivitäten unzufrieden. Obwohl weltweit 65 Prozent der Manager Innovation für äusserst wichtig halten, sank der Anteil der Unternehmen, die ihre F & E-Ausgaben erhöhen, in den letzten zwei Jahren von 72 auf 63 Prozent.

In Deutschland glauben 69 Prozent der Manager an Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation. 59 Prozent planen eine Erhöhung der Ausgaben für Innovation. Aber nur 46 Prozent sind mit den finanziellen Ergebnis ihres Innovationsmanagements zufrieden. Nur 18 Prozent der befragten Unternehmen erfassen die Entwicklungsdauer eines neuen Produkts.

“Wer auf mangelnden Erfolg beim Innovationsmanagement mit einer Kürzung der Forschungsbudgets reagiert, gefährdet die langfristige Wettbewerbsfähig­keit des Unternehmens”, sagt BCG-Geschäftsführer Sebastian Ehrensberger. Die Schwächen im Innovationsprozess

  • lange Entwickklungszeiten
  • risikoscheue Unternehmenskultur
  • Ideenfindung
  • Mangel an interner Koordination

sollten gezielt beseitigt werden, so BCG weiter.

Grundlagenforschung in den Schwellenländern vernachlässigt
70 Prozent der befragten Unternehmen wollen in Produktentwicklungen in den Schwellenländern investieren. Die meisten Unternehmen lassen jedoch Grundlagenforschung, Ideensuche und Design zu Hause. Grund ist ein besserer Schutz von Patenten. Dabei kommen – gemäss der Studie – immer mehr Innovationen aus Schwellenländern. Die Konzerne sollten dieses Potenzial nutzen. Die Gewinnung von Absatzmärkten in Wachstumsregionen, setzt die Ausrichtung der Produkte auf die regionalen Vorlieben und Bedürfnisse voraus, die einheimische Entwickler am besten kennen.

Die BCG-Experten befragten im Rahmen der Studie weltweit 3.000 Manager.



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