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Ecclestone: Mit 100 Millionen Dollar vom Bestechungsprozess freigekauft

Für diese Entscheidung fehlt jedes Verständnis.

Hat er oder hat er nicht? Die Frage, ob Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (83) den Ex-Risikovorstand der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowski, bestochen hat, wird nie geklärt werden. Das Münchner Landgericht stellte heute den Prozess gegen eine Zahlung von 100 Millionen US-Dollar ein. Damit ist Ecclestone um nichts ärmer, aber um seine Freiheit und Unschuld reicher.

Sicher, es werden jedes Jahr nach §153a der Strafprozessordnung mehr als einhunderttausend Gerichtsverfahren gegen Auflagen eingestellt. Bei kleinen Delikten und schwieriger Beweislage mag auch nachvollziehbar sein, weil es die Justiz entlastet. Wenn aber der Prozess bereits mehrere Monate dauerte und als Auflage die Zahlung einer für den Normalbürger unvorstellbaren Summe festgelegt wird, dann ist das nicht mehr nachvollziehbar. Hier muss der Gesetzgeber unbedingt nachbessern.



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