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Eigenkapitalrentabilität: Sind Ackermanns 25 Prozent Eigenkapitalrendite sicher?

Die Finanzkennziffer “Eigenkapitalrentabilität” (ROE – Return on Equity) – auch als Eigenkapitalrendite bezeichnet – ist das prozentuale Verhältnis von Gewinn zum Eigenkapital – ROE = Gewinn / Eigenkapital * 100.

Gewinn kann durch

  • Erhöhung der Margen
  • Geschäftsausweitung
  • Verkauf von Firmenvermögen
  • Kostensenkung

gesteigert werden.

Eigenkapital kann durch

  • Rückkauf von Aktien oder Gesellschaftsanteilen
  • Auflösung von Kapital- und Gewinnrücklagen
  • Ausschüttung des Jahresüberschusses

reduziert werden.

Bei der Bewertung der Eigenkapitalrendite muss man zum einen Unternehmen innerhalb einer Branche vergleichen. Zum anderen muss man sich genau anschauen, wie die Eigenkapitalrendite erreicht wurde. Resultiert sie aus dem operativen Geschäft und ist damit nachhaltig oder wurde sie nur mal eben kurzfristig durch ausserordentliche Erträge gepuscht. Im Jahr 2006 machte die Deutsche Bank beides und erzielte vor Steuern satte 32,7 Prozent bereinigte Eigenkapitalrendite. Im Jahr 2007 waren es nur noch 29,2 Prozent. Im ersten Halbjahr 2008 sieht’s mit nur 2,6 Prozent (40,3 Prozent im Vergleichszeitraum 2007) noch schlechter aus, wobei hier Belastungen durch Turbulenzen der Kapitalmärkte in Folge der US-Finanzkrise wirken könnten. Die durch Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann prognostizierten 25 Prozent Eigenkapitalrendite scheinen nicht nachhaltig.



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