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Cortal Consors setzt auf private Shorties

Die Online-Bank und Tochter der französischen BNP Paribas, Cortal Consors will künftig auch Privatanlegern die Möglichkeit bieten, durch Leerverkäufe von Aktien auf fallende Kurse zu spekulieren. Damit dürfte in dem Falle zum einen die Definition des “Privatanlegers” zur Diskussion stehen und zum anderen die Spielbranche herbe Verluste hinnehmen müssen. Zunächst soll eine Art Sandbox gestartet werden, in der die Junior-Spekulanten ihre Trading-Positionen nur für einen Tag offenhalten dürfen. Ab 2007 entfällt dann die zeitliche Begrenzung. Leerverkauf heisst, dass der Trader geliehene Wertpapiere, zu einem bestimmten Kurs an der Börse verkauft und darauf spekuliert, diese Papiere zu einem günstigeren Kurs wieder zurückzukaufen. Es ist also nichts weiter als billig kaufen und teuer verkaufen, nur dass die Reihenfolge verdreht ist. Dabei ist das Verhältnis von Gewinnchance zum Verlustrisiko erheblich höher als bei der üblichen Geldanlage in Aktien. Normalerweise kann maximal das eingesetzte Kapital verloren werden, wenn der Aktienkurs auf Null sinkt. Bei Leerverkäufen besteht jedoch die Möglichkeit, dass Haus und Hof inklusive Hund und Katze verloren werden, sobald der Kurs steigt. Und mal eben eine Durststrecke aussitzen geht auch nicht, da die geliehenen Aktien zum Vertragsende zurückgegeben werden müssen. Verlangt die Bank eine Sicherheistleistung, dann hat der Trader gegebenenfalls diese zu erhöhen, sobald ihm die Kurse weglaufen.

Auf der anderen Seite kann durch Leerverkäufe auch eine Absicherung des Depots erfolgen, indem normalen Kursverlusten die Kursgewinne dieses Short Sellings entgegengesetzt werden.

Es kommt also immer darauf an, was man daraus macht. ;)

via börse.ARD

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