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Deutsche Bank verfehlt Rekord-Gewinn 2011

Deutsche Bank gibt Gewinnwarnung heraus. Das Kreditinstitut wird seinen für dieses Jahr angepeilten Rekord-Gewinn in Höhe von von 10 Milliarden Euro wohl verfehlen. Der Aktien-Kurs brach heute um bis zu neun Prozent ein.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann musste am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in London einräumen, dass er seinen angepeilten Gewinn-Rekord für das Jahr 2011 nicht erreichen wird. Das operative Ergebnis sei im dritte Quartal schwächer als erwartet ausgefallen. Ein Gewinnziel von 10 Milliarden Euro wäre daher im laufenden Jahr nicht mehr erreichbar.

Damit ist Ackermanns Traum vom Abschied mit Rekordgewinn im Jahr 2012 geplatzt.

Grund für den Gewinneinbruch seien durch die Schuldenkrise erheblich verunsicherte Kunden. Dadurch sinken die Umsätze im Kapitalmarktgeschäft, teilte das Geldinstut mit. Laut Medienberichten sollen daher im Kerngeschäft Investmentbanking bis zum März 2012 rund 500 Jobs abgebaut werden.

Zudem musste die Bank im dritten Quartal 250 Millionen Euro auf griechische Staatsanleihen abschreiben. Im zweiten Quartal waren es 155 Millionen Euro. Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland könnte die Deutsche Bank aber noch immer mit knapp einer Milliarde Euro in hochriskanten Griechen-Anleihen investiert sein.

Trotzdem erwartet das Institut in den klassischen Geschäftsbereichen Privatkunden, Vermögensverwaltung sowie der Beratung bei Fusionen und Übernahmen ein Rekord-Ergebnis.

Die Aktie brach nach der Warnung unter hohen Umsätzen um bis zu neun Prozent ein und erreichte ihr Tagestief von 23,40 Euro. Kurz danach erholte sich das Papier wieder und notierte am späten Nachmittag mit 24,65 Euro.

Die Deutsche Bank will ihre Zahlen für das dritte Quartal 2011 bis zum 25. Oktober 2011 veröffentlichen.

Foto: re-ality / CC



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