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Deutsche Börse – Wenn Steuergelder lästig werden

Noch im Krisenjahr Jahr 2009 wäre der Deutschen Börse AG eine Teilverstaatlichung recht gewesen. Auf Wunsch von Chef Reto Francioni hätte sich der deutsche Steuerzahler als Grossaktionär an einem milliardenschweren Abwehrschild gegen feindliche Übernahmen durch aggressive amerikanische Investoren beteiligen sollen, meldete Spiegel Online noch am 25. September letzten Jahres.

Jetzt, ein Jahr später, will man in Frankfurt von Steuergeldern nichts mehr wissen. So plant die Deutsche Börse den Finanzplatz Frankfurt zu verlassen und ihren Sitz in einen Vorort zu verlegen, um millionenschwere Gewerbesteuern zu sparen, berichten Medien. Auch sollen Kompetenzen auf Kosten des EU-Steuerzahlers nach Prag ausgelagert werden. Als Folge würden in Frankfurt rund 450 Stellen teils durch betriebsbedingte Kündigungen entfallen, befürchtet der Betriebsrat.

Eine positive Nachricht gibt es dennoch. Die Deutsche Börse erwirtschafte in Krisenjahr 2009 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von rund 20 Prozent.



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